Ein bizarrer Fall von Namensrechten
Ein Restaurant in Seongnam, Südkorea, das den gleichen Namen wie der chinesische Staatschef Xi Jinping trägt, wurde kürzlich Schauplatz eines gezielten Angriffs. Am 24. September brachen vier maskierte Männer in den frühen Morgenstunden in den Laden ein und verursachten Sachschäden in Höhe von etwa 15 Millionen Won (rund 11.100 Dollar), indem sie Möbel zertrümmerten und das gesamte Lokal mit Lack besprühten.
Der Inhaber, der das Geschäft seit acht Jahren betreibt, beteuert, dass die Namenswahl keinerlei politischen Hintergrund hatte – er wollte damit lediglich ausdrücken, dass sein Essen das „Beste“ sei. Trotzdem ist die Stimmung schon länger ziemlich cringe. Der Laden steht seit einem Jahr unter ständigem Druck, sich umzubenennen; anonyme Anrufer boten dem Besitzer sogar hohe Summen an, damit er den Namen ändert. Im April wurde sogar eine formelle Beschwerde beim Amt für geistiges Eigentum wegen eines Gerichts namens „Xi Jinping Spezial-Reis“ auf der Speisekarte eingereicht, die jedoch abgewiesen wurde.
Die Folgen
Nach dem Angriff musste das Restaurant für fünf Tage schließen, bevor es am vergangenen Dienstag wieder öffnete. Ermittlungen ergaben, dass die vier Tatverdächtigen chinesische Staatsbürger im Alter zwischen 20 und 40 Jahren sind. Laut Behörden floh die Gruppe direkt nach dem Vorfall nach Shanghai und Yantai. Die südkoreanische Polizei plant nun, Interpol-Red-Notices zu beantragen, um sie aufzuspüren, wobei dies rechtlich eher Haftanfragen als direkte Haftbefehle sind. Der Inhaber überlegt jetzt lowkey, den Namen zu ändern, um weiteren Stress zu vermeiden.
Warum das wichtig ist
Dieser Vorfall zeigt deutlich, wie stark politisierte Namen international für Zündstoff sorgen können. Auch wenn der Besitzer nur einen einprägsamen Markennamen wollte, beweist die aggressive Kampagne gegen sein Business, wie weit manche Leute gehen, um politische Symbole durchzusetzen – selbst wenn sie dafür Landesgrenzen überschreiten und Straftaten begehen.






