Der KI-Konflikt zwischen den USA und China
Präsident Donald Trump hat die Idee eines Joint Ventures mit China zur Entwicklung von Künstlicher Intelligenz offiziell abgewürgt. Beim Launch von America.gov – einem neuen KI-gestützten Webportal für Behördendienste – stellte Trump klar, dass die USA hier ihr eigenes Ding durchziehen. Sein Grund? Er ist überzeugt, dass eine Zusammenarbeit mit dem größten wirtschaftlichen Konkurrenten Amerikas im Grunde bedeutet, „Geheimnisse zu verschenken“.
Trotz jüngster diplomatischer Bemühungen, darunter ein Besuch von Präsident Xi Jinping im Weißen Haus letzte Woche, bei dem sich beide Nationen auf einen KI-Dialog und einen Kommunikationskanal für Notfälle geeinigt hatten, bleibt Trump hart. Er behauptet, die USA seien in dem Sektor „meilenweit voraus“ und will das auch so beibehalten. Es gehe, so Trump, nur noch um den Zweikampf zwischen den USA und China um die Spitzenposition.
Ein neuer Narrativ
Im Weißen Haus dreht sich aktuell alles um Selbstregulierung. Trump lud Tech-Giganten wie OpenAI, Anthropic und Meta zum Lunch ein, wo sie ein „moralisch bindendes“ Dokument unterzeichneten, das als Schutzschild gegen die Gefahren der Technologie dienen soll. Die Regierung will zudem bald einen „Super Intelligence Czar“ ernennen. In klassischer Trump-Manier unterzeichnete er am Dienstag eine Executive Order, um den Begriff „KI“ in allen Regierungsdokumenten offiziell in „Super Intelligence“ umzubenennen.
Die Stimmung im Land
Während das Weiße Haus Vollgas gibt, ist die Bevölkerung lowkey verunsichert. Eine Umfrage von Politico Ende September ergab, dass zwei von drei Amerikanern ein echtes Risiko sehen, dass KI die Menschheit vernichten könnte. Sogar 44 % von Trumps eigener Basis wünschen sich eine Pause bei der Entwicklung. Trump lässt sich von der Angst nicht stressen – er tut die Bedenken highkey als „Hoax“ ab und vergleicht die Rhetorik mit dem „Klimawandel-Schwindel“.
Warum das wichtig ist
Dies markiert einen heftigen Bruch zwischen internationalen diplomatischen Versuchen zur KI-Kooperation und einer innenpolitischen Strategie, die auf aggressive, unregulierte technologische Dominanz setzt. Indem die Administration KI nun als „Super Intelligence“ labelt und sich weigert, Entwicklungspläne mit China zu teilen, macht sie klar: Das Rennen um das nächste Zeitalter des Computings ist aktuell ein Nullsummenspiel.




