Die Lage

Real talk: Die Firmen, denen die Züge gehören, mit denen ihr täglich fahrt, machen ordentlich Asche – und das kommt nicht bei jedem gut an. Drei große Leasing-Unternehmen (Roscos) – Porterbrook, Eversholt Rail und Angel Trains – haben ihren CEOs letztes Jahr zusammen 3,5 Millionen Pfund gezahlt. Das ist ein krasser Unterschied zu den Gehältern der Chefs von Network Rail oder HS2.

Die Fakten

Laut aktuellen Berichten haben diese Firmen nicht nur ihre Bosse fürstlich entlohnt, sondern auch massiv Kohle an die Aktionäre ausgeschüttet. Porterbrook zahlte 80 Millionen Pfund an Dividenden, Eversholt Rail schüttete vor dem Verkauf 200 Millionen Pfund aus und Angel Trains legte 111 Millionen Pfund drauf.

Das wirkt schon sehr nach Profitgier, besonders wenn man bedenkt, dass die Bahnbetreiber letztes Jahr über 4 Milliarden Pfund nur für das Leasing dieser Züge ausgegeben haben. Die Gewinnmargen dieser Firmen liegen bei soliden 18,5 %. Die Gewerkschaft RMT ist lowkey stinksauer und betont, dass diese drei Firmen im letzten Jahrzehnt insgesamt 2,4 Milliarden Pfund an Dividenden ausgezahlt haben.

Die mögliche Wende

Aktuell prüft die Regierung eine neue Strategie für die britische Bahn. Sie zieht in Erwägung, dass die öffentliche Körperschaft Great British Railways die Züge direkt besitzt und das private Leasing-Modell komplett überspringt. Heidi Alexander hat kürzlich signalisiert: Wenn öffentliches Eigentum den Fahrgästen und Steuerzahlern am meisten nützt, ist das definitiv eine Option.

Unterdessen fordert RMT-Generalsekretär Eddie Dempsey eine Abgabe auf diese Gewinne, um eine Fahrpreissenkung von 3,4 % zu finanzieren. Die Firmen argumentieren zwar, dass ihre Investitionen in neue Technik und Flotten-Upgrades das Geschäftsmodell rechtfertigen, aber für viele Passagiere sind die Vibes einfach off.

Warum das wichtig ist

Angesichts der Lebenshaltungskostenkrise sorgt es für ordentlich Spannungen, dass private Firmen Milliarden einstreichen, während die Ticketpreise hoch bleiben. Ob die Regierung tatsächlich auf öffentliches Eigentum setzt, könnte ein krasser Wendepunkt für das gesamte britische Schienensystem sein.