Das Restaurant-Imperium von Gordon Ramsay erlebt aktuell eine durchwachsene Phase. Zwar hat die britische Sparte offiziell erstmals die 100-Millionen-Pfund-Umsatzmarke geknackt – ein massiver Flex –, aber operativ steckt man noch in den roten Zahlen. Immerhin konnte die Gruppe ihre Verluste auf 5,8 Millionen Pfund drücken, nachdem es im Vorjahr noch 9,4 Millionen Pfund waren. ## Der aktuelle Vibe Es fühlt sich wie ein waschechter Recovery-Arc an. Andy Wenlock, CEO von Gordon Ramsay Restaurants, merkte an, dass das Unternehmen mit einem „herausfordernden makroökonomischen Umfeld“ zu kämpfen hat, aber den Schwung bis 2026 beibehalten konnte. Was hat den Ausschlag gegeben? Das Unternehmen nennt zwei große Erfolge: die Veröffentlichung der Netflix-Doku „Being Gordon Ramsay“ im Februar und die Eröffnung des 100. Restaurants im Turm 22 Bishopsgate in London. Dieser Standort performt wohl besonders stark und beherbergt gleich fünf verschiedene Dining-Konzepte unter einem Dach. ## Global unterwegs Während die britische Seite den Gürtel noch enger schnallt, sieht das globale Gesamtbild deutlich besser aus. Der Gesamtumsatz der Gruppe stieg um 7 % auf Rekordhöhe von 151,8 Millionen Pfund. Die zugrunde liegenden Gewinne kletterten um 12 % auf 14,4 Millionen Pfund, während man in Orte wie Ibiza, Vancouver und ganz Asien expandierte. Strategisch will man in Zukunft vermehrt auf Lizenzdeals und Partnerschaften setzen, anstatt jeden Standort komplett selbst zu besitzen. ## Warum das wichtig ist Ramsay kämpft seit der Pandemie hart um die Profitabilität, nachdem er damals hunderte Jobs streichen musste. Auch wenn er noch nicht komplett im grünen Bereich ist, beißt sich die Marke deutlich zurück. Dass aktuell noch keine Dividenden ausgezahlt werden, zeigt, dass sie den Long Game spielen, um die Bücher wieder in Ordnung zu bringen.