Die Vibes in britischen Zügen sind offiziell am Ende, und die Zahlen liefern den Beweis. Laut dem Office of Rail and Road (ORR) sind die Meldungen über Gewalt und Belästigung im britischen Hauptnetz im Jahr bis März 2026 massiv angestiegen. ## Die Zahlen im Detail Wir reden hier von absolutem Chaos auf Rekordniveau. Die erfassten Übergriffe gegen Fahrgäste und die Öffentlichkeit erreichten 13.464 – ein krasser Anstieg von 36 % und der höchste Wert, seit die Daten 2004 erstmals erfasst wurden. Anzeigen wegen Belästigung schossen sogar um 52 % nach oben, während einfache Körperverletzungen um 30 % zunahmen. Es trifft aber nicht nur die Fahrgäste. Auch das Bahnpersonal ist stark betroffen: 11.289 registrierte Übergriffe gegen Angestellte – ein Plus von 12 %. Von diesen Vorfällen waren 2.487 physischer Natur, während satte 6.390 Fälle verbale Attacken beinhalteten. ## Was ändert sich? Richard Hines, der leitende Bahninspektor des ORR, nannte den Trend "besorgniserregend" und bestätigte, dass man eng mit den Gewerkschaften zusammenarbeitet, um die Sicherheit zu verschärfen. Vor Ort setzt die Branche auf eine bessere Erfassung von Vorfällen, mehr Unterstützung für das Personal und den verstärkten Einsatz von Bodycams, um die Übergriffe zu dokumentieren. Während die London Underground einen Anstieg der Übergriffe auf Fahrgäste um 20 % verzeichnete (5.534 insgesamt), gab es für die Beschäftigten dort einen kleinen Lichtblick: Die gemeldeten Übergriffe gingen um 3 % zurück. Die Statistik weist zudem einen tragischen Anstieg von Todesfällen an schienengleichen Bahnübergängen auf: 11 Todesopfer in diesem Jahr im Vergleich zu fünf im Vorjahr. ## Warum das wichtig ist Sicherheit ist nicht verhandelbar. Wenn der tägliche Pendelweg zur Gefahrenzone wird, belastet das nicht nur den Kopf, sondern auch den Geldbeutel, falls man auf alternative Verkehrsmittel ausweichen muss. Real talk: Die Branche schafft es aktuell nicht, die Sicherheit auf den Gleisen zu garantieren. Solange diese Zahlen nicht sinken, werden das Risiko – und die Kosten für die Aufrüstung der Sicherheit – weiter steigen.