Die Lage

Präsident Trump hat per Executive Order die Umsetzung des 'Lindsey O. Graham Sanctioning Russia and Iran Act' ausgesetzt. Dieser Move zieht im Grunde den Stecker bei Sanktionen, die er selbst erst vor einem Monat abgesegnet hat. Das Gesetz sollte Russlands Öleinnahmen hart treffen, aber das Weiße Haus behauptet jetzt, diese Sanktionen würden laufende Friedensgespräche zum Ukraine-Krieg behindern.

Die Reaktion

Um es vorsichtig auszudrücken: Die Stimmung im Capitol Hill ist komplett im Eimer. Demokraten und Republikaner kritisieren den Schritt gleichermaßen – das Ganze hat massives 'Pakt mit dem Teufel'-Vibe.

Der Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer (D-N.Y.), nahm kein Blatt vor den Mund und erklärte, die Entscheidung gebe der russischen Wirtschaft "lebenserhaltende Maßnahmen". Senator Richard Blumenthal (D-Conn.) nannte den Schritt "feige" und "hinterhältig", während Senator Thom Tillis (R-N.C.) postete, die Regierung würde vor einem Diktator "kapitulieren". Sogar der Abgeordnete Don Bacon (R-Neb.) deutete an, dass die anstehende Gesetzgebungsagenda des Präsidenten daran scheitern könnte, und sagte: "Viele von uns werden diese Dinge nicht finanzieren, wenn wir wissen, dass er die Invasion eines Diktators stützt und einen Verbündeten unter den Bus wirft."

Die Sicht des Weißen Hauses

Sprecherin Taylor Rogers verteidigte den Schritt in einem Statement: "Präsident Trump hat klar gemacht, dass er ein Ende dieses brutalen Krieges sehen will." Laut der Regierung sei es nötig, die Sanktionen auf Eis zu legen, um die Dynamik für einen möglichen Friedensdeal aufrechtzuerhalten.

Warum das wichtig ist

Das ist nicht nur ein zufälliger Kurswechsel; es ist eine direkte Kampfansage an den Kongress. Kurz vor der 'Lame-Duck'-Session wird der Präsident merken, wie viel Gegenwind er von den Abgeordneten bekommt, die das Gefühl haben, dass er ihren klaren gesetzgeberischen Willen einfach ignoriert. Real talk: Das Verhältnis zwischen dem Weißen Haus und dem Kongress sieht gerade ziemlich chaotisch aus.