Der diplomatische Beef

Real Talk: Die Vibes zwischen Rom und Washington sind gerade ziemlich spicy. Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto hat in einem BBC-Interview ordentlich gegen die Trump-Administration ausgeteilt und es als einen „völligen Fehler“ bezeichnet, dass die USA der Ukraine den Zugang zu Satellitensystemen und Geheimdienstdaten verwehren, die sie brauchen, um Russland abzuwehren. Crosetto nimmt kein Blatt vor den Mund – er findet, dass dieser Entzug von Unterstützung null Sinn ergibt und den Konflikt nur in die Länge zieht, anstatt ihn zu stoppen.

Der Kontext

Die Spannungen häufen sich. Erst diese Woche kritisierte die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Trumps neuen Deal zum Kauf von Diesel aus Russland als eine „sehr riskante Wahl“, die Putin im Grunde freie Hand lässt. Trump wiederum schoss zurück und nannte die jüngsten Angriffe der Ukraine auf russische Raffinerien eine „Schande“. Crosetto bleibt dabei: Der einzige Weg zum Frieden besteht darin, Putin von einer Pattsituation zu überzeugen – und das funktioniert nur, wenn die Ukraine bewaffnet und einsatzbereit bleibt.

Warum das wichtig ist

Es geht nicht nur um die Außenwirkung; die Lage im Inland ist angespannt. Die Gaspreise in Italien sind hoch und die Leute verlieren lowkey die Geduld, in Rom gab es bereits erste Proteste. Die öffentliche Unterstützung für Militärhilfen an die Ukraine ist massiv eingebrochen – eine Umfrage liegt bei nur noch 18 %. Crosetto macht dafür eine ordentliche Portion russisch finanzierter Desinformation verantwortlich. Auch wenn die Zukunft seiner eigenen Regierung vor den Wahlen 2027 wackelt, bleibt Crosetto standhaft. Er bezeichnet Russlands Handeln als schlichtweg „böse“ und warnt, dass Europa viel zu lasch auf russische Cyberattacken reagiert habe. Es ist ein Standoff mit hohen Einsätzen, und der Plot wird immer komplizierter, während der politische Druck wächst.