Die Details zum Vergleich

Real Talk: TikTok greift tief in die Tasche, um den juristischen Stress in Alabama zu beenden. Die Plattform und die Muttergesellschaft ByteDance haben einen Deal unterschrieben, bei dem mindestens 100 Millionen Dollar an Alabama fließen. Das Geld soll innerhalb von 45 Tagen in die Staatskasse kommen. Wenn bestimmte Ziele erreicht werden, könnte die Summe sogar auf bis zu 300 Millionen Dollar ansteigen.

Das ist ein massiver W für Alabama, da es das erste Mal ist, dass ein Bundesstaat erfolgreich einen Vergleich mit der App erzielt hat – wegen der Vorwürfe, die App mache extrem süchtig und sei für junge User gefährlich. Der Prozess sollte eigentlich diesen Montag in Montgomery starten, ist damit aber vom Tisch.

Was ändert sich in der App?

Es geht nicht nur ums Geld; auch die User Experience wird ordentlich überarbeitet. Um die Klagen beizulegen, hat sich TikTok auf strenge Regeln eingelassen:

  • Zeitlimits: Es wird ein tägliches Limit von zwei Stunden eingeführt.
  • Pausen-Pflicht: Nach 15 Minuten Scrollen wird man gezwungen, eine Pause einzulegen.
  • Altersverifizierung: Verbesserte Checks sollen sicherstellen, dass Kids keinen Zugriff auf Inhalte haben, die nichts für sie sind.

Warum das wichtig ist

Dieser Fall war lowkey eine riesige Bedrohung für TikTok, weil der Prozess ihre internen Algorithmen öffentlich gemacht hätte – etwas, das sie sonst mit allen Mitteln zu verhindern versuchen. Attorney General Steve Marshall, der die Klage eingereicht hatte, behauptete, dass der „endlose Stream“ der App und der Algorithmus eine Mental-Health-Krise bei Teens befeuern würden, und verwies dabei auf einen drastischen Anstieg der Notaufnahme-Besuche im Zusammenhang mit Selbstverletzungen.

Da aktuell mindestens 27 andere Bundesstaaten und D.C. aus ähnlichen Gründen gegen die Plattform klagen, setzt diese 100-Millionen-Dollar-Zahlung einen massiven Präzedenzfall. TikTok betont weiterhin, dass die Sicherheit von Teens Priorität habe, und hatte früher versucht, sich über Section 230 rechtlich abzusichern. Aber für ihr Legal-Team wird es langsam eng, da die landesweite Klagewelle immer weiter wächst. Kurz gesagt: Die App will ganz offensichtlich vermeiden, dass noch mehr Details vor Gericht ans Licht kommen.