Die juristische Flucht

Chirayu Rana hat lowkey Schwierigkeiten, sein Anwaltsteam zusammenzuhalten. Am Mittwoch reichte sein dritter Anwalt, Jon Norinsberg, einen Antrag ein, um aus der 20-Millionen-Dollar-Klage gegen JPMorgan auszusteigen. Der Grund? "Unüberbrückbare Differenzen", die eine weitere Zusammenarbeit unmöglich machen. Das sind mal krasse Red Flags.

Norinsberg bat den US-Bezirksrichter Lewis A. Kaplan um Erlaubnis, die Details unter Verschluss zu halten, um keine geschützten Informationen preiszugeben. Dies ist bereits das dritte Mal, dass Rana seinen rechtlichen Beistand verliert, nachdem bereits sein zweiter Anwalt, Daniel Kaiser, im Mai das Handtuch geworfen hatte.

Die Story wird wilder

JPMorgan lässt die Klage völlig kalt; die Bank betont weiterhin, dass die Vorwürfe absolut haltlos seien. Eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle berichtet, dass das Team krampfhaft versuchte, die Sprache der Klage zu glätten, um Passagen zu entfernen, die wie ein totaler L wirkten. Die aktualisierte Klageschrift ruderte bei Ranas Status als "Top-Dealmaker im Private Credit" zurück und änderte die Angaben zu seinem Gehalt, seiner Karriere und sogar zum Gesundheitszustand seiner Mutter von "ernsthaft krank" zu "ernsthaft verletzt".

Rana hatte die Klage ursprünglich unter dem Namen "John Doe" eingereicht und die JPMorgan-Managerin Lorna Hajdini beschuldigt, ihn sexuell genötigt und in eine Art "Sex-Sklaven-Dynamik" gezwungen zu haben. Eine interne Untersuchung der Bank ergab jedoch null Beweise, und Hajdini hat mittlerweile Gegenklage wegen Verleumdung eingereicht. Um das Chaos perfekt zu machen: Bregal Sagemount, wo Rana nach seinem JPMorgan-Aus anfing, hat sich ebenfalls bereits Anfang des Jahres wegen Performance-Problemen von ihm getrennt.

Warum das wichtig ist

Real talk: Wenn deine eigenen Anwälte das Weite suchen, sieht das für deinen Fall verdammt schlecht aus. Rana versucht zwar, ein riesiges Finanzinstitut anzugreifen, aber die Lücken in seiner Geschichte werden immer offensichtlicher – was seine Hoffnung auf eine dicke Entschädigung in ernsthafte Gefahr bringt.