Die aktuelle Lage
Die Situation in Saudi-Arabien spitzt sich zu, während Menschenrechtsorganisationen vor der drohenden Hinrichtung von Youssef al-Manasif warnen. Er wurde 2017 festgenommen und von einem geheimen Tribunal, dem sogenannten spezialisierten Strafgericht, zum Tode verurteilt. Sein Verbrechen? Laut dem Staat soll er als Jugendlicher – konkret zwischen 15 und 17 Jahren – an Protesten und Beerdigungen teilgenommen haben.
Der Hintergrund
Mal im Ernst: Das sind krasse Red Flags. Die Hilfsorganisation Reprieve behauptet, dass al-Manasif durch Folter zu einem falschen Geständnis gezwungen wurde. Noch schlimmer: Er durfte seinen Anwalt erst 2022 treffen, ganze fünf Jahre nach seiner Inhaftierung. Während der saudi-arabische Oberste Gerichtshof das Urteil Berichten zufolge bestätigt hat, kritisieren Aktivisten dies als groben Verstoß gegen internationale Normen.
Es ist lowkey niederschmetternd, weil Saudi-Arabien eigentlich 2020 ein königliches Dekret erlassen hat, das die Todesstrafe für Minderjährige abschaffen sollte. Aber die Vibes stimmen nicht; seit diesem Dekret hat der Staat die Todesstrafe in mehreren Fällen vollstreckt, in denen die Angeklagten zum Zeitpunkt ihrer mutmaßlichen Taten noch Kinder waren.
Warum das wichtig ist
Unter Kronprinz Mohammed bin Salman hat die Nutzung der Todesstrafe im Land massiv zugenommen – mit einem Rekord von 356 Hinrichtungen allein im letzten Jahr. Experten der Vereinten Nationen und Gruppen wie Human Rights Watch fordern einen sofortigen Stopp und weisen darauf hin, dass das Regime diese Hinrichtungen im Grunde nutzt, um seine Macht zu demonstrieren. Das ist nicht nur ein juristischer Fall, sondern eine erschreckende Erinnerung daran, wie gefährlich es wird, wenn es absolut keine Rechenschaftspflicht gibt.






