Der Kandidat und sein Ziel
Jeff Bacon, Managing Director des in Tamworth ansässigen Waffenherstellers Oceania Precision, wechselt in die Politik. Er kandidiert derzeit für einen Sitz im Oberhaus von NSW für die Partei One Nation. Seine Plattform ist ziemlich eindeutig: Er will die Waffenreformen rückgängig machen, die letzten Dezember nach der Tragödie am Bondi Beach verabschiedet wurden.
Bacon hat einen engen Draht zur Parteispitze; der NSW-One-Nation-Chef Mike Newman hat ihn bereits als den „Ansprechpartner“ für alles rund um die Waffenindustrie bezeichnet. Für Bacon ist das ein ziemliches Hin und Her in seiner politischen Laufbahn, nachdem er 2019 für die Shooters, Fishers and Farmers Party kandidierte und 2023 eine Zeit lang bei den Nationals war.
Der gesetzliche Streitpunkt
Die fraglichen Gesetze wurden an Heiligabend 2025 von der Labor- und Liberal-Partei durchgewunken. Sie begrenzten im Wesentlichen die Anzahl der Waffen, die Freizeitwaffenbesitzer besitzen dürfen, ordneten ein staatlich-bundesweites Rückkaufprogramm an – das am 2. November startet – und stuften bestimmte Gewehre neu ein, darunter Straight-Pull- und Lever-Release-Modelle. Diese Änderungen waren eine direkte Reaktion auf den Anschlag am Bondi Beach im Dezember 2024, bei dem 15 Menschen ihr Leben verloren.
Bacon behauptet, dass diese Reformen seine Produktpalette quasi komplett zerstört haben. Er argumentiert, dass „jedes einzelne“ seiner Gewehre nun faktisch für Freizeitbesitzer in NSW verboten sei. Er gab an, dass ohne eine Aufhebung sein Geschäft innerhalb weniger Monate zusammenbrechen könnte, und wies darauf hin, dass seine F&E-Finanzierung stark von diesen kommerziellen Verkäufen abhänge. Das ist lowkey ein heftiger Konflikt zwischen Industrieinteressen und Regulierung.
Die Folgen
Die politische Landschaft hier wird gerade richtig spicy. Während One Nation massiv gegen das Rückkaufprogramm mobil macht, ist die öffentliche Meinung gespalten. Eine Umfrage im September zeigte, dass etwa 63 % der Wähler die Reformen weiterhin unterstützen, obwohl die Ablehnung in der Basis von One Nation deutlich höher ist. Unterdessen kritisieren Interessenvertretungen wie die Alannah and Madeline Foundation den Vorstoß zur Aufhebung scharf und bezeichnen ihn als „empörende Politik“, die die Sicherheitsbedürfnisse der Gemeinschaft völlig ignoriert.
Warum das wichtig ist
Das ist nicht nur ein lokaler Richtungsstreit; es zeigt, wie Industrieg Interessen mit Sicherheitsreformen nach einer Tragödie kollidieren. Da One Nation in NSW bei Umfragen stark abschneidet, könnte die Zukunft dieser Gesetze – und das Schicksal von Unternehmen wie Oceania Precision – von der Wahl im März abhängen. Es ist ein hochriskantes Duell, sowohl für lokale Jäger als auch für die Sicherheitsstandards des Bundesstaates.






