Ein gelöstes Rätsel

Es ist absolut True-Crime-Doku-Material. Nach vier Jahren intensiver Ermittlungsarbeit gab die Gerichtsmedizinerin von Clark County, Melanie Rouse, am Donnerstag bekannt, dass die 2022 in einem Fass im Lake Mead gefundenen Überreste zu Edward Lelburian Jackson gehören. In seiner Familie wurde er „Buddy“ genannt und war zum Zeitpunkt seines Todes schätzungsweise Mitte 50.

Wie es dazu kam

Im Jahr 2022 stießen Bootsfahrer in der Nähe des Hemenway Harbor auf ein Fass mit menschlichen Überresten, als der Wasserstand im Lake Mead historische Tiefststände erreichte. Eine Autopsie ergab, dass er durch einen gezielten Schuss in den Kopf getötet wurde, vermutlich zwischen Mitte der 70er und Anfang der 80er Jahre. Während viele lowkey vermuteten, dass dahinter klassisches organisiertes Verbrechen in Vegas steckte, haben die Ermittler dafür bisher keine Beweise gefunden.

Die Polizei gibt an, dass Jackson ursprünglich aus Arkansas stammte, wobei Aufzeichnungen zeigen, dass er in Kalifornien lebte und in Utah mit dem Gesetz in Konflikt geraten war. Forensische Teams der Oklahoma State University konnten den Fall dieses Jahr endlich durch einen DNA-Abgleich lösen.

Was jetzt passiert

Jetzt, da sie einen Namen haben, sagt Lt. Robert Price vom Las Vegas Metropolitan Police Department, dass die Ermittlungen zur Identität des Mörders endlich wieder Fahrt aufnehmen. Was den See selbst angeht: Das Wasser sinkt weiter, und es ist ehrlich gesagt nur eine Frage der Zeit, bis noch mehr Geschichte – oder Tragödien – ans Tageslicht kommen. Die Story wird definitiv immer wilder.

Warum das wichtig ist

Hier geht es nicht nur um einen Cold Case. Während der Klimawandel und Dürreperioden den Wasserstand in großen Reservoirs wie dem Lake Mead und Lake Powell sinken lassen, kommt die Vergangenheit buchstäblich an die Oberfläche. Das zwingt die Behörden dazu, sich mit jahrzehntealten Mysterien auseinanderzusetzen, die einst tief unter Wasser begraben waren.