Die Stimmung in der Bar
In Wilka’s Sports Bar in Manhattan ist die Energie elektrisierend, aber es geht um mehr als nur Basketball. Als Jonquel Jones von den Liberty während eines Playoff-Spiels mit Angel Reese von den Dream aneinandergeriet, feierte die Crowd den Moment total. Doch hinter der Bar erinnert ein Schild mit der Aufschrift „trans people belong in sports“ daran, wofür diese Community eigentlich kämpft.
Für viele Fans ist die WNBA ein Safe Space. Doch seit diesem Sommer steht dieser Raum unter Beschuss. Rechte Aktivisten pushen eine aggressive Agenda, um trans Frauen und Mädchen aus dem Sport auszuschließen – obwohl es in der WNBA gar keine trans Frauen gibt und die Liga diesbezüglich keine Regeln hat.
Der Backlash
Die Situation spitzte sich im Juli zu, als Sophie Cunningham, Guard der Indiana Fever, behauptete, sie wolle „junge Mädchen“ im Sport „schützen“. Kritiker bezeichnen ihre Wortwahl als Anti-Trans-Dog-Whistle. Der mediale Wirbel, der folgte – inklusive hunderter Fox-News-Beiträge – rückte Anti-Trans-Influencer und die Sportmarke XX-XY, die für den Ausschluss von Athletinnen aufgrund des bei der Geburt zugewiesenen Geschlechts lobbyiert, in den Fokus.
Die Spannung ist extrem. Die Belästigungen haben eskaliert, wobei Krypto-Influencer sogar dazu aufgerufen haben, Gegenstände aufs Spielfeld zu werfen. In manchen Fällen wurden Protestierende aus frauenzentrierten Räumen wie The Sports Bra in Portland geworfen, weil sie Anti-Trans-Botschaften trugen. In einem beängstigenden Vorfall setzten Protestierende sogar Bärenspray gegen Gegendemonstranten ein.
Der Widerstand
Aber die Fans und Spielerinnen lassen sich nicht unterkriegen. Von Natasha Cloud von den Chicago Sky bis hin zu Gabby Williams von den Golden State Valkyries machen die Spielerinnen klar: Sie heißen alle Teamkolleginnen willkommen. Auch die Fans organisieren sich, erscheinen mit Schildern zu Spielen und halten eigene Kundgebungen ab, um den Hass zu übertönen.
Anna Castro vom Transgender Law Center betont, dass es hier nicht nur um Sport geht; es ist Teil eines massiven nationalen Vorstoßes, Trans-Rechte zurückzudrehen. Studien zeigen jedoch, dass diese ausgrenzenden Maßnahmen beim Durchschnittswähler gar nicht so beliebt sind. Für die Fans ist Lautsein die einzige Möglichkeit, den ursprünglichen Inklusionsgedanken der Liga am Leben zu erhalten. Ein echtes W für die Community angesichts massiver Negativität.
Warum das wichtig ist
Die WNBA ist zu einem kulturellen Schlachtfeld für Trans-Rechte in den USA geworden. Indem sie sich gegen Belästigung wehren, versuchen Spielerinnen und Fans, die Identität der Liga als Raum für alle zu schützen – und beweisen, dass ihr Engagement für Inklusion stärker ist als der ganze Hate.





