Die Situation in Santa Cruz
Es war ein ganz normaler Freitagmorgen im Wahlkreisbüro von Jimmy Panetta in Santa Cruz, bis die Postkontrolle plötzlich zum Notfall wurde. Ein Mitarbeiter öffnete einen Umschlag und fand darin ein mysteriöses weißes Pulver. Er blieb absolut professionell, folgte den Sicherheitsprotokollen, entsorgte den Umschlag sofort, brachte sein Team in Sicherheit und wählte den Notruf.
Panetta bestätigte auf Social Media, dass alle in Sicherheit sind und medizinisch untersucht wurden. Er machte deutlich, dass ihn die Situation zwar ziemlich mitnimmt, er sich aber nicht einschüchtern lässt. „Diese Versuche, uns einzuschüchtern, werden uns nicht davon abhalten, unsere Arbeit zu machen“, so Panetta.
Ein landesweites Muster
Die Sache ist ernst, denn es handelt sich keineswegs um einen Einzelfall. FBI, der US Postal Inspection Service und die Capitol Police untersuchen derzeit eine massive Serie von verdächtigen Briefen, die an diverse Kongress- und Wahlkreisbüros verschickt wurden. Einige dieser Umschläge trugen eine Absenderadresse in New York City, die früher mit den Democratic Socialists of America in Verbindung stand – die Gruppe betonte jedoch, dass sie diese Adresse seit 2013 nicht mehr nutzt.
Kalifornien ist stark betroffen: Auch die Abgeordneten Zoe Lofgren und Kevin Kiley meldeten verdächtige Post, und bei Senator Alex Padilla wurde ein Paket abgefangen, bevor es ihn überhaupt erreichte. In den gesamten USA ist eine lange Liste von Politikern betroffen, darunter die Senatoren Chris Murphy, Amy Klobuchar und Kirsten Gillibrand sowie die Abgeordneten Maxwell Frost und Seth Moulton.
Unabhängig davon musste das Regierungsgebäude von Santa Cruz County vorsorglich evakuiert werden, nachdem Berichte über potenziell gefährliche Materialien eingingen. Glücklicherweise gab es auch dort keine Verletzten.
Warum das wichtig ist
Hier geht es nicht nur um ein einzelnes Büro – es ist eine gezielte Einschüchterungskampagne gegen Regierungsvertreter. Die Bundesbehörden versuchen die Briefe abzufangen, aber da immer wieder neue auftauchen, ist die Sicherheitslage für Amtsträger gerade lowkey echt besorgniserregend.





