Die globalen Märkte sind aktuell lowkey am Ausrasten und die Vibes sind definitiv off. Wir erleben einen massiven Abverkauf an den Anleihemärkten, der auch die Aktien hart trifft; der FTSE 100 ist am Donnerstagmorgen um 1,7 % eingebrochen.
Der Hintergrund
Investoren stressen wegen des US-Defizits, das sie als nicht tragbar ansehen. Diese Angst überträgt sich auf Großbritannien, wo die Rendite für 30-jährige Anleihen 6 % erreicht hat – ein Niveau, das wir seit 1998 nicht mehr gesehen haben. Wenn die Anleiherenditen so in die Höhe schießen, bedeutet das im Grunde, dass die Kreditkosten der Regierung explodieren, was Finanzminister John Healey kurz vor dem anstehenden Budget massiv unter Druck setzt.
Es ist jedoch nicht nur ein britisches Problem. Der gesamte globale Anleihemarkt ist in einer richtigen Schockstarre. Investoren haben Sorge, dass hohe Ölpreise durch den Konflikt im Nahen Osten die Inflation heiß halten könnten, was die Zentralbanken zwingt, die Zinsen für eine lange Zeit oben zu halten. Auch wenn einige aktuelle US-Inflationsdaten okay aussahen, wetten Trader weiterhin darauf, dass die Fed die Zinsen weiter anhebt, um die starke US-Wirtschaft und steigende Löhne in den Griff zu bekommen.
Warum das wichtig ist
Neil Wilson, ein Investorenstratege bei Saxo UK, hat es perfekt zusammengefasst: „Es herrscht ein regelrechtes Gemetzel am Anleihemarkt, das die Aktien hart trifft.“ Im Grunde sehen wir einen „Käuferstreik“, bei dem sich große Investoren nicht trauen einzusteigen, bevor sich die Lage nicht stabilisiert hat. Bis es so weit ist, müssen dein Geldbeutel und die Gesamtwirtschaft die Volatilität einfach aussitzen.






