Keine Abkürzungen erlaubt
Thomas Tuchel macht es deutlich: Er ist nicht hier, um Spielchen mit den Vereins-Managern zu treiben. Während sich England auf einen vollgepackten Nations-League-Plan vorbereitet, hat der Trainer jegliche Diskussion über das Schonen seiner Stars oder Anrufe von Premier-League-Coaches bezüglich der Spielzeit seiner Kicker direkt abgeblockt. Er nannte die Idee schlicht „Wahnsinn“.
Mal ehrlich, Tuchel will Konstanz. Auch wenn er zugibt, dass Rotation vielleicht notwendig sein könnte, will er seine Kerntruppe zusammenhalten, um Vertrauen und Momentum aufzubauen. „Ich würde am liebsten gar nicht rotieren“, sagte Tuchel. „Das Idealszenario wäre, immer wieder und wieder zu spielen.“
Die Situation um Declan Rice
Ein Spieler, der definitiv eine Verschnaufpause bekommt, ist Declan Rice. Tuchel bestätigte, dass der Arsenal-Mittelfeldspieler in diesem Länderspielfenster aufgrund seiner hohen Belastung in den letzten Spielzeiten und bestehender Fitness-Sorgen aussetzt. Rice wurde auf der Tribüne im Wembley gesehen, als England am vergangenen Samstag ein wildes 3:2 gegen Spanien verlor.
Bellinghams Feuer
Alle Augen sind auf Jude Bellingham gerichtet, nachdem er gegen Spanien absolut abgeliefert hat. Er kreierte fünf Torchancen – Bestwert im Spiel – und bereitete den Ausgleich durch Anthony Gordon vor. Trotz seines intensiven Alles-oder-nichts-Stils plant Tuchel nicht, ihn einzubremsen. „Das ist einfach sein Spiel“, sagte der Trainer. Er merkte an, dass Bellingham sogar aufblüht, wenn es hitzig wird – wie bei seinem Zoff mit Real-Madrid-Teamkollege Marc Cucurella: „Es ist besser, wenn er mit ein bisschen Wut im Bauch spielt.“
Der Weg vor uns
England reist am Dienstag nach Prag, um gegen Tschechien anzutreten, gefolgt von einer Reise nach Rijeka für das Spiel gegen Kroatien am Samstag, bevor es nächsten Dienstag zurück ins Wembley geht. Nach der Niederlage gegen Spanien – die laut Tuchel nur an einem kleinen Ausrutscher von Harry Kane lag – spürt das Team den Druck, aber Tuchel bleibt völlig entspannt. „Das ist nichts, was wir nicht hinkriegen“, fügte er hinzu.
Warum das wichtig ist
Tuchel gibt früh in seiner Amtszeit eine klare Richtung vor. Indem er Anfragen auf Vereinsebene ablehnt und trotz der Müdigkeit auf eine Siegermentalität drängt, sendet er ein klares Signal: Die Leistung der Nationalmannschaft hat absolute Priorität, egal wie krass der Terminkalender auch wird.






