Die Lage im Krypto-Space wird immer wilder. Das US-Justizministerium (DOJ) will 84,2 Millionen Dollar einziehen, da diese Gelder angeblich über Konten geflossen sind, die für Tether-Zahlungen genutzt wurden. Die Behörden haben eine zivilrechtliche Klage auf Vermögenseinziehung gegen Capstone Ltd. eingereicht, eine Zahlungsfirma aus Montana. Der Vorwurf: Sie sollen als nicht lizenzierte Geldübermittler agiert haben. Der Clou? Sie haben sich anscheinend als 'IT-Dienstleister' ausgegeben, um Banken zu täuschen.

Wer ist betroffen?

Die Behörden haben es auf Gelder abgesehen, die über mehrere Konten verteilt waren. Etwa 79,11 Millionen Dollar wurden von einem Konto bei Wells Fargo Securities beschlagnahmt, weitere Millionen bei JPMorgan Chase und einem anderen Wells-Fargo-Konto. Zudem befanden sich rund 1,1 Millionen Dollar in USDT-Wallets.

Die Eigentümer von Capstone, Kotaro Shimogori und Mary Jeanne Thompson, stehen im Fokus der Ermittlungen. Ihr Anwalt behauptet, sie hätten nichts falsch gemacht und wollen die Sache so schnell wie möglich vom Tisch haben. Währenddessen ist die auf Dominica ansässige EQIBank – die laut Staatsanwaltschaft bei Capstone die Fäden in der Hand hielt – lowkey am Verzweifeln. Sie warnten, dass der Verlust dieser Summe sie in die Liquidation treiben könnte, da es sich um etwa 80 % ihres Gesamtvermögens handelt.

Tethers Position

Tether hat bestätigt, dass die EQIBank einige ihrer Kauf- und Rückzahlungstransfers abgewickelt hat, bestreitet aber highkey, etwas von Capstones angeblichen Machenschaften gewusst zu haben. Ein Sprecher erklärte, dass Tethers Exposure durch diesen Vorfall bei unter 0,034 % des Gruppenvermögens liege – im Vergleich zu den berichteten 187,75 Milliarden Dollar an Assets ist das kaum der Rede wert.

Real Talk: Das ist nicht Tethers erste Begegnung mit Regulierungsbehörden. Bereits 2021 einigten sie sich mit der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft wegen Transparenzproblemen bei ihren Reserven. Sowohl Capstone als auch EQIBank setzen aktuell auf eine 'Unschuldige Eigentümer'-Verteidigung, aber in der Welt der zivilrechtlichen Einziehung braucht die Regierung nicht einmal eine strafrechtliche Verurteilung, um die Kohle einzubehalten.

Warum das wichtig ist

Fälle von zivilrechtlicher Einziehung wie dieser erinnern uns daran, dass On-Chain-Aktivitäten nicht immun gegen den Zugriff traditioneller Behörden sind. Während Tether darauf beharrt, dass ihre Reserven safe sind, zeigen diese Verbindungen zu Offshore-Banken und Zahlungsabwicklern die regulatorischen Risiken, die im Schatten des Krypto-Ökosystems lauern. Denkt immer daran: Das ist reine Berichterstattung, keine Finanzberatung.