Die Namensänderung

Real Talk: Teslas "Full Self-Driving" (Supervised)-Software lässt in Europa offiziell den Zusatz "Full Self-Driving" fallen. Das Unternehmen nennt die Funktion nun "Tesla Assisted Driving" (TAD), während es versucht, die europäischen Aufsichtsbehörden davon zu überzeugen, das System auf öffentlichen Straßen zuzulassen. Das ist nicht einfach nur ein willkürlicher Vibe-Shift; es ist eine direkte Reaktion auf den Druck der deutschen Regierung.

Der deutsche Verkehrsminister Steffen Bilger bezeichnete das ursprüngliche "FSD"-Branding explizit als "etwas irreführend", und nach einigem Hin und Her zwischen ihm und Tesla stimmte das Unternehmen der Umbenennung zu. Wenn alles nach Plan läuft, könnte die EU noch vor Ende dieses Jahres über die Zulassung des Systems abstimmen.

Warum der Rebrand wichtig ist

Jahrelang hat Tesla den Namen FSD mit Zähnen und Klauen verteidigt. In Kalifornien hatte die DMV dem Unternehmen bereits mitgeteilt, dass die Namen "Full Self-Driving" und "Autopilot" schlichtweg irreführend seien und gegen staatliches Recht verstießen. Tesla strich schließlich das "Autopilot"-Branding, nachdem der Staat damit drohte, ihre Herstellungs- und Händlerlizenzen zu entziehen, aber am FSD-Namen hielten sie fest, wobei lediglich "(Supervised)" als Disclaimer angehängt wurde.

Trotz des Hypes durch Fans, die behaupten, sie könnten komplette Fahrten machen, ohne das Lenkrad zu berühren, musste die Technologie einige harte L's einstecken. Die US-Bundesregierung eröffnete im März eine Untersuchung nach neun separaten Vorfällen, bei denen die Software Berichten zufolge bei schlechter Sicht versagte oder den Fahrer nicht rechtzeitig zum Eingreifen aufforderte. Zudem musste 2023 ein Rückruf erfolgen, weil die Software dabei ertappt wurde, wie sie gegen Verkehrsregeln verstieß.

Das große Ganze

Tesla will das System offensichtlich unbedingt weltweit zugelassen bekommen, vor allem, weil es ein riesiger Geldbringer ist. Man kann es sich als eine wiederkehrende Einnahmequelle durch Software-Abos vorstellen – in den USA kostet es aktuell 99 Dollar pro Monat. Sie haben bereits Versionen in China, Australien, Neuseeland und den Niederlanden ausgerollt, aber der Weg zur vollständigen Zulassung ist messy.

Es kommt noch dicker: Reuters berichtete gerade, dass Tesla europäischen Regulierungsbehörden möglicherweise zweifelhafte Sicherheitsdaten vorgelegt haben könnte, während sie um die Zulassung lobbyierten. Sicherheitsforscher beäugen das Unternehmen schon seit Jahren kritisch und werfen ihnen vor, irreführende Statistiken zu nutzen, um die Technologie hier in den Staaten zu hypen.

Warum das wichtig ist

Es ist ein großer W für die Transparenz, dass Regulierungsbehörden Tesla endlich dazu zwingen, die Technik so zu nennen, was sie wirklich ist: ein Assistenzsystem, kein selbstfahrender Roboter. Selbst wenn das Auto Lenken und Bremsen übernimmt, bleibt der Mensch die Hauptfigur, die 24/7 aufpassen muss. Ein System als "Full Self-Driving" zu vermarkten, obwohl man wortwörtlich jederzeit eingreifen muss, war schon immer massiv übertrieben – jetzt lässt Europa sie auffliegen.