Es wurde am Dienstagabend bei der Debatte zwischen Senatorin Susan Collins und ihrem demokratischen Herausforderer Troy Jackson lowkey richtig hitzig. Der Zoff? Die Rolle der ICE und der tragische Tod des 25-jährigen Sebastián Durán Guerrero.

Guerrero, ein kolumbianischer Staatsbürger, wurde im Juli bei einer Fahrzeugkontrolle in Biddeford von ICE-Agenten erschossen. Jackson nahm kein Blatt vor den Mund und warf Collins eine Mitschuld an dem Vorfall vor. „Schauen Sie, Senatorin Collins hat die Kugeln bezahlt und das auf Befehl von Donald Trump“, sagte Jackson. Er verwies auf Collins' Unterstützung für den Secure America Act – ein Gesetz, das Milliarden für die Einwanderungsbehörde bereitstellt – und argumentiert, dass sie damit eine „außer Kontrolle geratene Behörde“ finanziere, die abgeschafft gehört.

Warum das wichtig ist

Jackson vertritt eine harte Linie: Er behauptet, die Behörde sei keine legitime Strafverfolgungsinstanz und müsse ersetzt werden. Seine Ansichten decken sich mit denen der Democratic Socialists of America, die sich lautstark gegen die Legitimität der Agentur aussprechen.

Collins hielt dagegen und betonte, dass man die Behörde nicht einfach komplett einstampfen könne. Sie räumte zwar ein, dass es Probleme gibt – speziell bei der fehlenden Überprüfung und Ausbildung mancher Beamter –, verwies aber darauf, dass die ICE essenzielle Arbeit leiste, etwa beim Kampf gegen Menschenhandel und die Zerschlagung von Netzwerken zur Ausbeutung von Kindern. Um ihre Bilanz zu untermauern, hob sie ihren Einsatz für Bodycams bei den Agenten und ein höheres Budget für das unabhängige Office of Inspector General hervor.

Was das für dich bedeutet

Da die Wahl am 3. November immer näher rückt, zeigt diese Debatte einen krassen Vibe-Wandel bei den beiden Kandidaten in Sachen Grenzsicherheit und staatlicher Aufsicht. Für die Wähler in Maine ist es die Wahl zwischen Jacksons Vision einer systemischen Umgestaltung und kompletten Neuausrichtung oder Collins' Strategie, durch spezifische gesetzliche Leitplanken Reformen anzustoßen und die Behörde dabei funktionsfähig zu halten. Real Talk: Dieses Thema wird bis zum Wahltag sicher nicht mehr von der Bildfläche verschwinden.