New Hampshire Public Radio (NHPR) steht aktuell im Fokus der Kritik, nachdem sie zugegeben haben, dass es ein Fehler war, die New Hampshire Anarchist Book Fair diesen Samstag in Hanover zu sponsern. Der Sender wollte ursprünglich einen Infostand vor Ort haben, aber die Situation entwickelte sich zum PR-Desaster, als bekannt wurde, dass in den Werbematerialien der Messe explizit „Solidarität“ mit Angeklagten bekundet wurde, denen eine Beteiligung an einem Angriff auf eine ICE-Einrichtung im Jahr 2025 vorgeworfen wird. ## Die Hintergründe Am 4. Juli 2025 kam es im Prairieland Detention Center in Alvarado, Texas, zu einem gewaltsamen Überfall. Laut Bundesanwaltschaft zündeten Mitglieder einer Antifa-Zelle aus Nord-Texas Feuerwerkskörper und beschädigten das Gebäude, um Einsatzkräfte wegzulocken. Die Situation eskalierte, als bewaffnete Teilnehmer das Feuer eröffneten; dabei wurde ein Polizist aus Alvarado durch einen Schuss in den Hals verletzt. Seit diesem Angriff wurden neun Personen aufgrund von Anklagen auf Bundesebene verurteilt, sieben weitere bekannten sich schuldig, materielle Unterstützung für Terroristen geleistet zu haben. ## Die Konsequenzen Die Kritik an NHPR kam prompt. Kritiker, darunter lokale Politiker, machten ihrem Ärger auf Social Media Luft und warfen dem Sender vor, sich mit einer Veranstaltung gemein zu machen, die Personen unterstützt, die mit diesem Hinterhalt in Verbindung stehen. NHPR-Präsident und CEO Jim Schachter gab eine Stellungnahme heraus, in der er den Fehler einräumte: Die Teilnahme an der Veranstaltung habe gegen den internen Ethikkodex zur politischen Neutralität verstoßen. „Niemand aus der NHPR-Redaktion wusste von der Entscheidung, an dieser Veranstaltung teilzunehmen oder war daran beteiligt“, erklärte der Sender in seiner Entschuldigung und fügte hinzu, dass man nun interne Prozesse überarbeite, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. ## Warum das wichtig ist Ganz ehrlich: Das ist ein massives L für eine Nachrichtenorganisation, die von sich behauptet, unabhängigen Journalismus zu priorisieren. Diese Situation zeigt mal wieder, dass die Verbindungen einer Institution, die in der Öffentlichkeit steht, extrem wichtig sind. Für das Publikum ist das eine Erinnerung daran, bei den Medien, denen man vertraut, immer auf die „Vibes“ und Hintergründe zu achten – selbst ein kleiner Stand auf einem lokalen Festival kann einen riesigen Shitstorm auslösen, wenn er mit kontroversen politischen Bewegungen verknüpft ist.