Die Lage
Real talk: Der spanische Wohnungsmarkt ist aktuell echt ein Desaster. Die Vibes sind absolut im Keller, da die Mieten im letzten Jahr um 8,5 % gestiegen sind und dem Land ein massiver Mangel von etwa 700.000 Wohnungen zu schaffen macht. Letzte Woche eskalierte die Situation, als Maricarmen Abascal, eine 87-jährige Frau, zwangsweise aus der Madrider Wohnung geräumt wurde, in der ihre Familie seit 1956 lebte. Zu sehen, wie sie auf einer Trage hinausgebracht wurde, hat das ganze Land lowkey wachgerüttelt.
Der Plan der Regierung
Nach Protesten in Großstädten wie Madrid, Barcelona und Sevilla hat die Koalitionsregierung endlich beschlossen, zu handeln. Die Minister haben zwei Dekrete verabschiedet, die – falls sie vom Kongress durchgewunken werden – ein riesiger W für Mieter wären. Der Plan beinhaltet ein vorübergehendes Verbot von Zwangsräumungen bis 2030 und strengere Regeln für Kurzzeitvermietungen. Außerdem wollen sie Investmentfirmen – von der Regierung als „Vulture Funds“ (Geierfonds) bezeichnet – den Kauf von Wohnimmobilien verbieten.
Gesundheitsministerin Mónica García zollte den Aktivisten Anerkennung und sagte: „Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen.“
Die Komplikationen
Es ist noch nicht alles eitel Sonnenschein. Da die Regierungskoalition keine eigene Mehrheit hat, muss sie diese Dekrete durch ein Parlament bringen, das sie bereits zuvor blockiert hat. Die Mitte-Rechts-Partei Junts leistet bereits Widerstand und argumentiert, dass diese neuen Regeln private Vermieter unfair mit riesigen Investmentfonds in einen Topf werfen. Da nur 30 Tage bleiben, um die Abstimmung zu sichern, kämpft die Regierung gerade hart um die nötigen Stimmen.
Warum das wichtig ist
Das ist ein klassischer Kampf zwischen Unternehmensprofit und menschlichen Grundbedürfnissen. Die Regierung versucht, in einen spekulativen Markt einzugreifen, um zu verhindern, dass Bürger aus ihrem eigenen Zuhause verdrängt werden. Wenn sie das durchbekommen, könnte das ein entscheidender Wendepunkt für Mieter in ganz Spanien sein, aber der politische Stillstand macht den Ausgang noch längst nicht sicher.






