Die Lage spitzt sich zu

Falls ihr das Südchinesische Meer auf dem Schirm habt: Die Vibes sind gerade echt abgefahren. Neue Daten der philippinischen Streitkräfte zeigen, dass China seine Militärpräsenz letzten Monat massiv hochgefahren hat. Wir reden hier von 101 verschiedenen chinesischen Marine- und Küstenwacheschiffen, die im September gesichtet wurden – ein heftiger Anstieg im Vergleich zu 56 im August und 48 im Juli.

Was geht da eigentlich ab?

Es geht hier nicht nur darum, dass ein paar Schiffe in der Gegend rumdümpeln; die Lage wird gefährlich. Manila hat China kürzlich vorgeworfen, dass ein chinesischer Kampfjet unsichere Manöver um ein unbewaffnetes philippinisches Patrouillenflugzeug geflogen ist. China erhebt Anspruch auf den Großteil dieser Gewässer, aber die Philippinen – ein US-Vertragspartner – bestehen darauf, dass die Gebiete in ihrer eigenen ausschließlichen Wirtschaftszone liegen.

Die meisten Aktivitäten wurden in der Nähe des Scarborough-Riffs beobachtet, wo letzten Monat 39 chinesische Schiffe gesichtet wurden. Andere Hotspots sind Thitu Island, Second Thomas Shoal und Sabina Shoal. Obwohl die Zahlen extrem hoch sind, sagte Konteradmiral Roy Vincent Trinidad von den philippinischen Streitkräften, dass sie es noch nicht als dauerhafte strategische Veränderung bezeichnen wollen.

Warum das wichtig ist

Der springende Punkt hier ist die Verbindung zu den USA. Da die Philippinen ein Vertragspartner sind, sind die USA in der Pflicht. Der gegenseitige Verteidigungsvertrag besagt, dass Washington eingreifen könnte, falls philippinische Streitkräfte, öffentliche Schiffe oder Flugzeuge in diesen Gewässern bewaffnet angegriffen werden. Da China Versorgungsmissionen blockiert und beide Seiten ein gefährliches Spiel spielen, könnte die Lage schnell eskalieren. Fazit: Behaltet das im Auge, denn das diplomatische Tauwetter zwischen D.C. und Peking wird hier gerade einem echten Stresstest unterzogen.