Es ist offiziell: David Ellisons Skydance übernimmt Warner Bros. Discovery (WBD) in einem Deal, der schon seit über einem Jahr in der Mache war. Die Megafusion ist seit Dienstag offiziell unter Dach und Fach. Das neue Unternehmen wird unter dem Namen Skydance firmieren und unter dem Tickersymbol "SKYD" an der Börse gehandelt werden.

Der Weg zum Deal

Die ganze Story begann im Juni 2025, als WBD Pläne für eine Aufspaltung ankündigte. Doch im August fusionierte Skydance, gegründet von Ellison (ja, der Sohn von Oracle-Gründer Larry Ellison), mit Paramount. Ellison legte sofort los und sicherte sich für 7,7 Milliarden Dollar die UFC-Rechte sowie Deals für den Call-of-Duty-Film und die Macher von "Stranger Things".

Paramount Skydance versuchte im September 2025 lowkey, WBD zu kaufen, wurde aber dreimal abgelehnt. Ihr drittes Angebot lag bei etwa 24 Dollar pro Aktie. WBD signalisierte dann Verkaufsbereitschaft, wobei auch Netflix und Comcast ihre Hüte in den Ring warfen. Im November hatten alle drei formelle Angebote eingereicht.

Netflix schien im Dezember 2025 den Zuschlag zu bekommen und wollte die Film- und Streaming-Assets von WBD für fast 83 Milliarden Dollar kaufen. Aber Paramount Skydance ließ das nicht auf sich sitzen und startete ein feindliches Übernahmeangebot direkt an die WBD-Aktionäre mit einem reinen Barangebot von 30 Dollar pro Aktie. Ellison sagte gegenüber CNBC sogar: "Wir sind wirklich hier, um zu beenden, was wir angefangen haben."

Bietergefecht und juristischer Zoff

Das Board von WBD empfahl den Aktionären zunächst, das Angebot von Paramount abzulehnen, obwohl Larry Ellison die Finanzierung absicherte. Paramount verklagte WBD und CEO David Zaslav im Januar 2026 und stellte die Fairness des Deals mit Netflix in Frage. Netflix versuchte nachzubessern, doch im Februar 2026, nachdem Paramount seinen Deal mit einer sogenannten "Ticking Fee" aufgebessert hatte und zusicherte, jegliche Break-up-Fees an Netflix zu übernehmen, zog sich Netflix zurück.

Paramount Skydance und WBD unterzeichneten am 27. Februar 2026 endlich eine verbindliche Fusionsvereinbarung. Die WBD-Aktionäre gaben im April 2026 grünes Licht, das Justizministerium erteilte im Juni 2026 die Freigabe. Doch dann klagten im Juli 2026 der kalifornische Attorney General Rob Bonta und weitere Generalstaatsanwälte unter Verweis auf kartellrechtliche Bedenken wegen möglicher Preiserhöhungen und sinkender Content-Qualität.

Die letzten Hürden

Trotz einer vorübergehenden einstweiligen Verfügung stimmte Paramount zu, den Abschluss bis Juni 2027 zu verschieben. Währenddessen gaben EU-Regulierungsbehörden im Juli 2026 unter Auflagen ihr Okay. Der große Durchbruch kam am 21. September 2026, als Paramount und die Generalstaatsanwälte den Rechtsstreit beilegten und damit den Weg für die Fusion freimachten. Der Vergleich beinhaltete Regeln zur Anzahl der Filme und deren Budgets.

Was jetzt passiert

Mit dem Abschluss des Deals heißt das kombinierte Unternehmen nun Skydance. Ynon Kreiz, ehemaliger CEO von Mattel, der für seine Turnarounds bekannt ist und "Barbie" auf die große Leinwand brachte, wird neben Ellison Co-CEO. Das Führungsteam steht bereits: Bari Weiss und Mark Thompson leiten künftig CBS bzw. CNN.

Warum das wichtig ist

Diese Fusion sorgt für ein krasses Beben in der Unterhaltungsindustrie. Die Kombination aus Paramount und Warner Bros. Discovery schafft einen Mediengiganten, der einen riesigen Teil des Streaming- und Kabel-Contents kontrolliert. Das könnte unsere Art, Filme und Serien zu konsumieren, nachhaltig verändern.