Ein Albtraum im OP
Sharon Jacks begab sich am 19. September 2025 in das Selby General Hospital in Marietta, Ohio, bereit für eine Amputation ihres rechten Beins aufgrund einer Krebserkrankung. Als sie aus der Narkose erwachte, realisierte sie, dass etwas absolut nicht stimmte: Ihr linkes Bein war weg.
Das hat absolute Horrorfilm-Vibes. Ihr Anwalt, Brad Layne, fand deutliche Worte für die Situation. „Sie ging in die OP und als sie aufwachte, war das falsche Bein weg. Es ist offensichtlich nicht zu erklären“, sagte Layne gegenüber der Presse.
Komplettes Versagen der Abläufe
Um die Sache noch schlimmer zu machen, musste das Team später noch ihr rechtes Bein wie ursprünglich geplant entfernen, wodurch Jacks jetzt beidseitig beinamputiert ist. Laut der Klage gegen das Krankenhaus, den Chirurgen und das OP-Team hatte das medizinische Personal das richtige Bein sogar vor der Operation markiert. Die Markierung war Berichten zufolge noch auf dem richtigen Bein, nachdem das falsche bereits amputiert worden war.
Layne wies darauf hin, dass das Team zwei „Time-outs“ durchführte – standardmäßige Sicherheitschecks, die dazu dienen, die Identität des Patienten und die Operationsstelle vor jedem Schnitt zu bestätigen. „Trotz mehrerer Möglichkeiten, den Fehler zu erkennen und den Eingriff zu stoppen, hat das OP-Team irgendwie nie bemerkt, dass sie am falschen Bein operierten“, sagte Layne. Er argumentierte, dass jede Person in diesem Raum, vom Arzt über die Pflegekräfte bis hin zum Anästhesisten, die Überprüfung der Stelle versäumt hat, was lowkey eine absolute Katastrophe ist.
Die Folgen
Das Selby General Hospital räumte den Vorfall ein, bezeichnete ihn als „vermeidbares Ereignis“ und bestätigte, dass die beteiligten Mitarbeiter dort nicht mehr beschäftigt sind. Sie gaben an, seitdem Korrekturmaßnahmen eingeführt zu haben und dass eine Überprüfung durch das Gesundheitsministerium von Ohio bestätigt habe, dass ihre Protokolle sicher seien.
Jacks fordert nun Schadenersatz und Schmerzensgeld für ihre medizinischen Ausgaben, Schmerzen und den Verlust an Lebensqualität. Real talk: Die Klage stuft dies als „Never Event“ ein – ein medizinischer Fachbegriff für Fehler, die im Gesundheitswesen buchstäblich niemals passieren dürfen.
Warum das wichtig ist
Dieser Fall verdeutlicht die katastrophalen Konsequenzen, wenn Sicherheitsprotokolle im Krankenhaus versagen. Als „Never Event“ dient diese Tragödie als düstere Erinnerung daran, dass selbst bei bestehenden „Time-out“-Standardverfahren systemische Fehler das Leben eines Patienten in einem Augenblick für immer verändern können.






