Die Lage

Wenn du geplant hattest, auf einem Qantas-Flug ein bisschen zu schlafen, solltest du vielleicht vorher deinen Sitz checken. Eine Boeing 787 Dreamliner auf dem Weg von Perth nach Rom (Flug QF5) musste am 9. Oktober aus dem Verkehr gezogen werden, nachdem Bettwanzen in der Economy-Class entdeckt wurden. Real talk: Das sorgt für maximalen Ekel.

Weil diese kleinen Biester dafür bekannt sind, dass man sie nur extrem schwer wieder loswird, musste Qantas das Flugzeug aus dem Einsatz nehmen. Das führte zur Streichung des Rückflugs von Rom nach Perth am 10. Oktober, während Wartungsteams eine Tiefenreinigung durchführten. Ein Sprecher von Qantas bestätigte, dass das Problem auf eine "kleine Anzahl von Economy-Sitzen" begrenzt war und entschuldigte sich für die Umstände, die den Reisenden entstanden sind.

Wie sind die da hingekommen?

Falls du dich fragst, wie eine Horde Bugs in einen High-Tech-Dreamliner kommt: Schuld sind unsere eigenen Reisegewohnheiten. Prof. Michelle Power, Parasitologin an der Macquarie University, erklärt, dass Bettwanzen im Grunde blinde Passagiere sind. Sie hängen gerne in Hotelzimmern ab und krabbeln in Gepäck oder Kleidung, weil sie von menschlichen Gerüchen angezogen werden.

Sobald sie in deinem Koffer sind, reisen sie offiziell mit dir um die Welt. Auch wenn die Airline angibt, einen Standard-Reinigungszyklus zu haben – bei dem die Kabinen alle 50 Tage desinfiziert werden –, reicht das offensichtlich nicht aus, um diese Plagegeister vom Mitfliegen abzuhalten.

Warum das wichtig ist

Bettwanzen gelten zwar nicht als gefährlich, aber ihre Bisse sind lowkey nervig und jucken extrem. Das Hauptproblem ist, dass sie Meister im Verstecken sind und lange Zeit in winzigen Ritzen überleben können, ohne Nahrung zu brauchen. Für Qantas ist das ein logistischer L, der zu Flugausfällen und der Notwendigkeit von Umbuchungen führt. Für uns alle ist es eine Erinnerung daran, dass du selbst auf dem luxuriösesten Flug nie wirklich allein auf deinem Sitz bist.