Die Lage am Teufelsrad

Wer die Szene auf dem Münchner Oktoberfest verfolgt, kennt das Teufelsrad – ein absoluter Klassiker. Es ist im Grunde eine riesige rotierende Scheibe, auf der die Leute versuchen, sich festzuhalten. Es ist ikonisch, aber die Vibes sind aktuell absolut off. Eine Untersuchung der Süddeutschen Zeitung hat ergeben, dass zehntausende voyeuristische Videos von Fahrgästen im Netz kursieren – allein auf Meta-Plattformen wurden über 32.000 Clips gefunden. Viele dieser Videos zielen auf Frauen im Dirndl ab und filmen während der Fahrt unter ihre Kleider.

Schutzmaßnahmen

Das ist ein massiver Eingriff in die Privatsphäre, vor allem weil Upskirting in Deutschland seit 2020 strafbar ist. Schaustellerin Elisabeth Polaczy versucht die Situation nun zu entschärfen und verteilt kostenlos Radlerhosen an alle, die im Kleid unterwegs sind. Sie hat dieses Jahr auf dem Fest bereits über 100 Stück rausgegeben und sagt: „Ich möchte alles tun, damit sich die Leute sicher fühlen.“

Der Realitätscheck

Obwohl die Polizei mit Plakaten vor der Praxis warnt und Geld- oder sogar Haftstrafen drohen, ist es schwierig, jedes einzelne Smartphone auf dem Gelände zu kontrollieren. Real talk: Die Zahlen spiegeln ein hartnäckiges Problem wider. In den letzten Jahren gab es auf dem Fest mehrere Festnahmen wegen Upskirting, darunter ein 45-Jähriger, der während des laufenden Fests von der Polizei abgeführt wurde.

Warum das wichtig ist

Upskirting ist ein Verstoß gegen die eigene Zustimmung und – no cap – es ist eine Straftat. Während die Betreiber mit den Hosen eine schnelle Lösung anbieten, zeigt die riesige Anzahl der Videos online, dass die aktuellen Gesetze und Warnschilder lowkey nicht ausreichen, um bei dem Ausmaß dieser Belästigungen hinterherzukommen.