Der Plan für einen schlankeren Staat
Real talk: Die britischen Conservatives bereiten sich auf ihren Parteitag in Birmingham vor, und die Vibes werden langsam echt intensiv. Geleakte Äußerungen von Schattenkanzler Andrew Griffith legen nahe, dass die Tories bei einem Wahlsieg planen, die Staatsausgaben noch drastischer zu kürzen als die bereits versprochenen 47 Milliarden Pfund.
Als er letztes Jahr noch Schattenminister für Wirtschaft war, erzählte Griffith Parteimitgliedern, dass er und seine Kollegen darüber gesprochen hätten, in „jedem Bereich der Regierung“ zusätzliche Einsparungen zu finden. Das Ziel? Ein kleinerer Staat und, in seinen Worten, eine „moralische Mission“, um die Wirtschaft anzukurbeln und Steuern zu senken. Ein Parteisprecher bestätigte die Strategie und merkte an, man wolle „Labours aufgeblähte Sozialausgaben“ ins Visier nehmen und das, was sie als verschwenderische Ausgaben bezeichnen, zusammenstreichen.
Der Kontext
Das kommt nicht völlig aus dem Nichts. Parteichefin Kemi Badenoch hat sich bereits deutlich zu ihrem Vorbild Margaret Thatcher bekannt und vertritt die Ansicht, dass die aktuelle Regierung zu viel unternimmt. Sie hat bereits einen Plan vorgelegt, um 47 Milliarden Pfund einzusparen – vor allem durch die Kürzung von Sozialleistungen für Nicht-Briten oder EU-Bürger, den Abbau von 132.000 Stellen im öffentlichen Dienst und das Streichen von Labours Programmen für saubere Energie. Kürzlich legte sie mit weiteren geplanten Kürzungen von 4 Milliarden Pfund nach, darunter ein massiver Einschnitt beim internationalen Hilfsetat, um das Geld stattdessen in den Bau von 50.000 neuen Gefängnisplätzen zu investieren.
Es ist eine direkte Kampfansage an Premierminister Andy Burnham, der auf einen stärkeren Staat und mehr öffentliche Kontrolle bei der Versorgung setzt. Obwohl die Tories in den Umfragen aktuell hinter Labour und Reform UK auf dem dritten Platz liegen, setzen sie voll auf diese „Weniger ist mehr“-Philosophie.
Warum das wichtig ist
Wir sehen hier zwei komplett unterschiedliche Versionen von Großbritannien. Während die aktuelle Regierung auf staatliche Interventionen setzt, positionieren sich die Tories als die Partei der totalen Deregulierung. Ob dieser Schwenk zur Sparpolitik bei den Wählern ankommt, bleibt die große Frage, aber eines ist sicher: Die Spannung steigt, während die Parteien ihre Fronten für die nächste Wahl abstecken.






