The Rundown
Netflix macht gerade eine schwierige Phase durch. Der Streaming-Gigant hat bestätigt, dass sie etwa 1.000 Mitarbeiter entlassen, was rund 6 % ihrer gesamten Belegschaft entspricht. Die Kündigungen betreffen vor allem die Bereiche Produkt, Technik, Recht und HR.
In einem Memo an das Team formulierten die Co-CEOs Ted Sarandos und Greg Peters die Entscheidung als eine „bewusste Wahl“, um das Business agil und diszipliniert zu halten. Sie betonten, dass das Unternehmen weiterhin auf Kurs sei, die Jahresprognose zu erreichen, auch wenn sie in diesen spezifischen Unternehmensbereichen den Rotstift ansetzen.
Der Financial Vibe Check
Real Talk: Netflix steckt in einer weirden Situation. Sie sind zwar immer noch die großen Player im Streaming-Game, aber das Wachstum läuft nicht mehr so wie früher. Sarandos gab sogar auf einer Konferenz zu, dass das Unternehmen nicht in dem Tempo wächst, das er sich erhofft hatte. Während die Bilanz solide aussieht, stagniert die Zeit, die Nutzer auf der Plattform verbringen.
Das aktuelle Wachstum wird vor allem durch zwei Hebel gestützt: das Vorgehen gegen Account-Sharing und die Einführung des günstigeren, werbegestützten Abos. Sie versuchen außerdem zu pivotieren, indem sie ordentlich Kohle in Live-Sport, Dokus und Videospiele stecken, um die Nutzer an der Stange zu halten. Aber momentan fehlen diese riesigen kulturellen Momente auf „Stranger Things“-Niveau, die früher die Abo-Zahlen durch die Decke gehen ließen.
Wettbewerbsdruck
Der Markt ist lowkey völlig überlaufen. Während YouTube aktuell ihr größter Rivale um eure Aufmerksamkeit ist, wird die Lage durch die anstehende Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery noch spannender. Sollten sie Paramount+ und HBO Max erfolgreich integrieren, wird es für Netflix deutlich schwerer, ihren Marktanteil zu verteidigen.
Warum das wichtig ist
Das ist ein klassischer „Effizienz“-Move. Durch den Stellenabbau versucht Netflix, Kapital freizumachen, um massiv in die Bereiche zu investieren, die für Investoren wirklich den Unterschied machen. Da die Quartalszahlen am 20. Oktober veröffentlicht werden, wollen sie ihre Bücher für die Wall Street offensichtlich so clean wie möglich präsentieren.






