Die Entdeckung

Hast du dich jemals gefragt, ob unsere Vorfahren sich schon genauso in die Haare gekriegt haben wie wir heute? Die Story wird immer krasser: Wissenschaftler haben die Überreste eines Neanderthalers analysiert, der vor etwa 75.000 Jahren im heutigen Irakisch-Kurdistan lebte. Forscher fanden ein perfekt geformtes 15-mm-Loch in einem Schulterblatt – und das rüttelt lowkey an dem, was wir bisher über das prähistorische Leben wussten.

Dr. Emma Pomeroy, die Hauptautorin vom Department of Archaeology der Universität Cambridge, sagt, dass dieses Loch kein natürlicher Bruch war. Nach Tests mit rekonstruierten Holzspeeren vermuten die Wissenschaftler, dass diese Person wahrscheinlich durch einen angespitzten Holzspeer von vorne durch die Brust getroffen wurde, der dann durch das Schulterblatt wieder austrat. Real talk: Das hat mit Sicherheit die Lunge und wichtige Blutgefäße schwer beschädigt.

Kampf oder Unfall?

War das also ein gezielter Angriff oder nur ein riesiges L bei einer Jagd? Das Team ist sich noch nicht zu 100 % sicher. Es könnte ein Unfall durch "Friendly Fire" gewesen sein, aber Experten wie Prof. Chris Stringer vom Natural History Museum halten zwischenmenschliche Gewalt für die wahrscheinlichere Variante. Er weist darauf hin, dass die Position der Wunde eher auf einen gezielten Angriff als auf ein Missgeschick hindeutet.

Warum das wichtig ist

Das ist nicht einfach nur irgendein Knochen. Es ist Teil einer wachsenden Beweislast, die zeigt, dass Gewalt zwischen Individuen viel tiefer in der menschlichen Urgeschichte verwurzelt ist, als wir dachten. Lange Zeit nahmen Experten an, dass organisierte Gewalt erst mit der Sesshaftigkeit in bäuerlichen Gesellschaften begann. Aber solche Funde – und frühere Untersuchungen aus der „Höhle der Knochen“ in Spanien, wo Schädel Anzeichen wiederholter tödlicher Schläge vor 430.000 Jahren zeigten – beweisen, dass Menschen schon lange vorher mit diesem Drama zu kämpfen hatten. Das gibt uns ein deutlich komplexeres Bild unserer Vorfahren; auch wenn wir nicht genau wissen, wie verbreitet diese Gewalt damals war, ist klar: Kämpfe sind definitiv keine moderne Erfindung.