McKinsey räumt auf, nachdem einer ihrer Partner, Chris Bradley, seine eigene berufliche Reputation in einer LinkedIn-Kommentarspalte komplett zerstört hat. Das Beratungsunternehmen hat Bradley offiziell seine Rolle als Direktor des McKinsey Global Institute entzogen, nachdem es zu einem heftigen Streit mit der feministischen Autorin und Führungskraft Julia Carreon gekommen war. ## Die Folgen Der Ärger begann, als Carreon über den sogenannten "Glass Cliff" postete – ein Konzept, das beschreibt, wie Frauen und Minderheiten oft nur dann für CEO-Rollen ausgewählt werden, wenn ein Unternehmen bereits kurz vor dem Abgrund steht. Bradley, der in Australien tätig ist, widersprach nicht nur; er machte sich lowkey über das Konzept lustig und postete: "Diese Theorie ist eine sehr bequeme Art, bei Regen immer das Opfer und bei Sonnenschein die Ermächtigte zu sein." Carreon, Co-Autorin des Buches "Walking on Broken Glass: Navigating the Aftermath of the Glass Ceiling", ließ das nicht auf sich sitzen. Sie schoss zurück und wies darauf hin, dass der Begriff seit über zwei Jahrzehnten wissenschaftlich belegt ist. Als Bradley nachlegte und andeutete, er würde lieber mit ihr streiten, als KI zum Lernen zu nutzen, waren die Beweise im Netz bereits gesichert. Carreon erklärte gegenüber der New York Post, dass die Interaktion beweise, dass McKinsey-Partner "ihre Werte nicht leben". ## Warum das wichtig ist McKinsey reagierte sofort und leitete eine Verhaltensprüfung ein, die dazu führte, dass Bradley seinen Führungstitel verlor und aus mehreren internen Gremien entfernt wurde. Obwohl er offiziell seinen Job als Senior Partner behalten hat, ist die öffentliche Degradierung ein massives L für seinen Status. McKinsey-Sprecher Taylor Burns bestätigte den Schritt und stellte fest, dass Bradleys Kommentare "weit hinter den Standards zurückblieben, die wir erwarten". Real talk: Wer sich online daneben benimmt, muss eben mit Konsequenzen rechnen.