Die Indie-Szene ist völlig am Ausrasten, denn das indische Drama "Kidney" wurde gerade von Shiladitya Boras Platoon One Films unter Vertrag genommen. Das ist ein riesiger W für das Regie-Duo und die Geschwister Aakarsh und Agrim Sansanwal, die sich aktuell auf den großen Moment ihres Films beim Tallinn Black Nights Film Festival (PÖFF) in Estland vorbereiten.

Die Story geht tief

Der Film spielt in einem abgelegenen Dorf in Indien und begleitet zwei Liebende, die mitten in eine heftige Familienfehde geraten. Als ein Streit um das Erbe eskaliert, muss das Paar mit Gier und Verrat kämpfen, für die sie absolut nichts können. Es ist klassisches Romeo-und-Julia-Drama, aber mit heftigem gesellschaftlichem Background.

Ein echtes Herzensprojekt

Die Brüder, die ihr eigenes Studio Enfant Terrible Productions in Mumbai betreiben, haben den Film quasi nur mit Vibes und Träumen realisiert. "Wir haben den Film mit sehr wenig Geld und einer scheinbar unerschöpflichen Menge an Energie gedreht", sagte Aakarsh Sansanwal. Die lokale Farming-Community hat sogar ausgeholfen, als das Budget knapp wurde, was den Film zu einem echten Produkt des Dorfes macht.

Shiladitya Bora war vom ersten Moment an komplett obsessed und meinte: "Ich konnte den Film nicht mehr loslassen, nachdem ich ihn gesehen hatte." Er lobte die Brüder dafür, eine so starke, eigene Stimme zu haben, die sich krass vom restlichen Einheitsbrei abhebt.

Warum das wichtig ist

"Kidney" läuft im Critics’ Picks Wettbewerb in Tallinn, einem Festival, das dafür bekannt ist, Filme zu pushen, die kein Problem mit künstlerischen Risiken haben. Durch den Deal mit Platoon One – die für ihre Arbeit mit hochkarätigem Indie-Kino bekannt sind – schafft der Film offiziell den Sprung vom DIY-Herzensprojekt auf die globale Bühne. Ein totaler Main-Character-Moment für die Sansanwal-Brüder.