Der Vorfall

Am späten Donnerstagnachmittag schoss ein ICE-Beamter im New Yorker Stadtteil Marble Hill (Bronx) dem 28-jährigen Oscar Belgal bei einem Festnahmeversuch in den Hals. Die Situation eskalierte extrem schnell, als Belgal – der laut Bundesbehörden ein undocumented Immigrant aus der Dominikanischen Republik mit Vorstrafenregister ist – sich weigerte, sein Auto zu verlassen. Laut dem leitenden ICE-Beamten Marcos Charles beschleunigte Belgal daraufhin, rammte zwei ICE-Fahrzeuge und fuhr auf andere Beamte zu, was den Schusswaffengebrauch auslöste. Das absolut Schlimmste daran: Belgals fünfjähriger Sohn saß die ganze Zeit über im Auto. Zum Glück blieb das Kind körperlich unverletzt, auch wenn Zeugen berichteten, wie es nach den Schüssen schrie.

Die Folgen

Real talk: Die Stimmung in der Stadt ist komplett im Keller. Nach den Schüssen haben lokale Demokraten, darunter Gouverneurin Kathy Hochul, Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez und der Bürgermeisterkandidat von NYC, Zohran Mamdani, ICE scharf kritisiert. Mamdani nahm kein Blatt vor den Mund und bezeichnete die Behörde als "bis ins Mark korrupt", während Ocasio-Cortez die sofortige Abschaffung der Behörde forderte und auf Bedenken wegen ihrer paramilitärischen Taktiken auf den Straßen der Stadt verwies.

Proteste brachen fast sofort aus, wobei lokale Gruppen und Anwohner ein Ende der Präsenz der Behörde in NYC forderten. Vor dem Krankenhaus, in das Belgal eingeliefert wurde, kam es zu chaotischen Zuständen und Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Die offizielle Reaktion

Heimatschutzminister Markwayne Mullin verteidigte die Beamten und erklärte, sie hätten nicht gewusst, dass ein Kind im Fahrzeug war, als sie das Feuer eröffneten. Er schob die Schuld auf die "Sanctuary"-Politik New Yorks und argumentierte, dass diese die Stadt daran hindere, mit den Einwanderungsbehörden des Bundes zu kooperieren, was laut ihm die Eskalation verursacht habe. Unterdessen sind Verhandlungen zwischen lokalen Amtsträgern und der Trump-Administration, Belgal aus der Bundesgewahrsam zu entlassen, bisher ein totaler L.

Warum das wichtig ist

Das ist kein Einzelfall. Mit über 19.500 ICE-Festnahmen in NYC während der aktuellen Trump-Administration – mehr als doppelt so viele wie unter der vorherigen Regierung – erreicht die Spannung zwischen der Bundesbehörde und den Sanctuary-Städten ihren Siedepunkt. Es ist ein krasser Machtkampf, bei dem die Einwohner der Stadt lowkey zwischen die Fronten geraten.