Der Vorfall
Ein ICE-Agent hat am Donnerstagnachmittag im Viertel Marble Hill in der Bronx auf einen Mann geschossen. Laut Bürgermeister Zohran Mamdani passierte das Ganze, während ein fünfjähriges Kind im Auto des Mannes saß. Das Kind blieb körperlich unverletzt, der Mann wurde bei Bewusstsein in ein Krankenhaus gebracht. Die NYPD war nicht vor Ort, als die Schüsse fielen.
Die Folgen
Videos vom Tatort zeigen Beamte auf der Straße, wobei mindestens eine Person in einer gelben Weste ein offenbar automatisches Gewehr hielt. In der Windschutzscheibe des beteiligten SUVs waren Einschusslöcher zu sehen. Nach dem Vorfall versammelten sich Demonstranten in der Nähe und später vor dem Krankenhaus, in dem der Mann behandelt wird. Sie forderten mit Schildern Rechenschaft von den Bundesbehörden.
Die offizielle Reaktion
Bürgermeister Mamdani machte seinem Ärger Luft und bezeichnete die Situation als „unfassbar“. Er erklärte, er habe den Präsidenten kontaktiert, um ein Ende der ICE-Einsätze in New York City zu fordern. Auch Gouverneurin Kathy Hochul verlangte eine „vollständige und transparente Aufklärung“ darüber, wie es zu den Schüssen kommen konnte. Das DHS hat sich zu dem speziellen Vorfall bisher nicht geäußert.
Warum das wichtig ist
Dieser Vorfall befeuert die ohnehin schon hitzige Debatte über die Taktiken der Bundesbehörden bei Einwanderungsfragen massiv. Angesichts von Berichten über mindestens zwei Dutzend Menschen, die seit letztem Jahr durch Einwanderungsbeamte angeschossen wurden, wächst die Sorge darüber, wie diese Behörden in zivilen Räumen agieren. Die Stimmung ist extrem angespannt und sorgt bei Lokalpolitikern und Anwohnern für große Besorgnis.






