Das Texas-Desaster

Ende August gerieten die republikanischen Anführer in Panik. Der Demokrat James Talarico dominierte die Medienlandschaft in Texas komplett und stellte Generalstaatsanwalt Ken Paxton als korruptes Desaster dar. Paxton, der jetzt nicht gerade eine Spendenmaschine ist, war im TV praktisch unsichtbar und die Umfragen sahen mies aus. Die Parteispitze der GOP hatte ernsthafte Angst, dass das Rennen entgleitet – sie sahen sich schon in einer Abwärtsspirale, in der sie Gelder aus anderen wichtigen Staaten abziehen müssten, nur um in Texas überhaupt noch mitzuhalten.

Das Eingreifen des Milliardärs

Chris Young, der politische Top-Berater von Elon Musk, wandte sich mit einem Plan an den Senate Leadership Fund (SLF). Nach einigem Hin und Her zwischen Young und SLF-Präsident Alex Latcham stand der Deal: Sie würden 20 Millionen Dollar mobilisieren, um Paxton sofort wieder ins TV zu bringen. Aber das war nur der Anfang. Die GOP, Musks America PAC und die pro-Trump Organisation MAGA Inc. starteten eine massive Millionen-Offensive mit TV-Werbung und einer riesigen Boden-Kampagne, um die Leute an die Urnen zu bringen.

Die Geld-Ansage

Musk hat nicht einfach nur ein bisschen investiert; er hat komplett 'Main Character Energy' bewiesen. Allein im September hat er mal eben 158 Millionen Dollar in den SLF geworfen – das sind fast 58 % der gesamten Einnahmen der Gruppe im dritten Quartal. Seit Juli belaufen sich seine Ausgaben für pro-GOP-Aktionen auf insgesamt 276 Millionen Dollar.

Warum das wichtig ist

Hier geht es nicht nur um den Kontostand eines Einzelnen. Musks Geld hat im Grunde einen strauchelnden Wahlkampf gerettet und die GOP davor bewahrt, Ressourcen aus knappen Rennen in Staaten wie Kansas oder South Carolina abziehen zu müssen. Es ist ein krasses Comeback für die Allianz zwischen Musk und Trump nach ihrem hässlichen Bruch letztes Jahr und macht Musk effektiv zum ultimativen X-Faktor im Kampf um die Senatsmehrheit. Unter uns: Ohne diese massive Intervention sähe das Ergebnis für die GOP diesen November wahrscheinlich komplett anders aus.