Die Situation

Real talk: Die Lage im inneren Kreis um Trump wird immer wilder. Präsident Trump distanziert sich aktuell von seinen zwei hochkarätigen Politikberatern Chris LaCivita und James Blair, nachdem bekannt wurde, dass sie ihr Wochenende damit verbracht haben, die Regierung in der Republika Srpska zu unterstützen.

Falls du nicht auf dem Stand bist: Die Republika Srpska ist ein autonomer Teil von Bosnien und Herzegowina, dessen Regierung für ihre prorussische Haltung bekannt ist. Die New York Times berichtete, dass LaCivita und Blair angeblich Hunderttausende Dollar für ihre Beratungsarbeit im Vorfeld der Kommunalwahlen erhalten haben.

Der Fallout

Trump hat auf Truth Social ein Statement rausgehauen, in dem er behauptet, er habe absolut keine Ahnung gehabt, für wen diese Leute nebenbei noch arbeiten. Er bezeichnete sie als "externe Berater" und warnte, dass er bereit sei, sie sofort zu feuern, falls ein Interessenkonflikt besteht.

Lowkey ist das ein ziemliches Chaos, weil die beiden echte Schwergewichte sind. LaCivita ist Co-Manager der Kampagne für 2024, und Blair ist ein Wahlkampfberater, der aktuell beurlaubt ist, um bei den Midterms zu helfen – er ist eigentlich stellvertretender Stabschef im Weißen Haus. Beide arbeiten momentan für Maga Inc, das riesige Super-PAC, das den Republikanern im November den Rücken freihalten soll.

Warum das wichtig ist

Das ist pures Krisenmanagement, besonders weil die Midterm-Wahlen quasi vor der Tür stehen. Die Demokraten führen derzeit in einigen hart umkämpften Rennen, und die Republikaner setzen alles auf das 415-Millionen-Dollar-Budget von Maga Inc, um das Blatt zu wenden. Obwohl ein Sprecher des PAC sagt, die beiden Männer hätten auch aus dem Ausland an Team-Calls teilgenommen, sieht es für den Präsidenten ziemlich schlecht aus, Fragen zu Russland-nahen Berater-Jobs beantworten zu müssen, während die Partei Mühe hat, die Wähler bei Laune zu halten. W oder L für die Wahlkampfstrategie? Das sehen wir nächsten Monat.