Die Lage spitzt sich für Cassidy Hutchinson zu. Vier Jahre nachdem sie durch ihre Zeugenaussage zum Sturm auf das Kapitol am 6. Januar zur bekannten Figur wurde, prüft das Justizministerium (DOJ) jetzt lowkey Vorwürfe wegen Meineids und Strafvereitelung gegen sie. ## Der Überblick Zwei Quellen, die mit der Situation vertraut sind, bestätigen, dass das DOJ Hutchinsons Aussage vor dem Untersuchungsausschuss genau unter die Lupe nimmt. Die Ermittler konzentrieren sich dabei auf Diskrepanzen in ihren Schilderungen – vor allem Behauptungen, die vom ehemaligen Sonderermittler Jack Smith nicht bestätigt wurden oder vom Secret Service komplett bestritten wurden, darunter der angebliche Vorfall in der Limousine. Außerdem schauen sie sich ihre Aussage zu einem Notizzettel, den sie während der Unruhen für Donald Trump geschrieben haben will, genauer an. Eric Herschmann behauptet hingegen, er habe diesen verfasst. Die Staatsanwälte arbeiten schon seit Monaten an diesem Fall, aber vor den Midterms ist eher nicht mit einer Entscheidung durch eine Grand Jury zu rechnen. ## Ist das Ganze aus der Luft gegriffen? Real Talk: Einen Prozess wegen Meineids zu gewinnen, ist extrem schwer. Die Staatsanwaltschaft muss beweisen, dass sie nicht nur gelogen hat, sondern dies vorsätzlich und in einer Weise tat, die die Ermittlungen maßgeblich beeinflusst hat. Selbst innerhalb des DOJ sind einige Beamte skeptisch, ob ein Strafverfahren tatsächlich Hand und Fuß hat. Die Ermittlungen kamen nach einer Strafanzeige des Abgeordneten Barry Loudermilk ins Rollen. Kurioserweise landete der Fall in der Abteilung für Bürgerrechte – die normalerweise für Verstöße gegen Bürgerrechte zuständig ist – und nicht in der üblichen Strafrechtsabteilung. Die Abteilung wird aktuell von Harmeet Dhillon geleitet. ## Warum das wichtig ist Hier geht es nicht nur um eine einzelne Zeugin; es ist Teil eines größeren Trends, bei dem das DOJ Verfahren gegen Personen einleitet, die als politische Gegner der Trump-Administration gelten. Angesichts der internen Skepsis im DOJ und der hohen Hürden für Meineids-Anklagen bleibt abzuwarten, ob an der Sache wirklich etwas dran ist oder ob das Ganze nur ein komisches Gefühl hinterlässt.