Das versteckte Potenzial in 'Abfällen'
Real talk: Wir denken bei Cannabis meist nur an Cannabinoide, aber eine neue Studie der Stellenbosch University zeigt, dass wir den Rest der Pflanze bisher völlig unterschätzt haben. Forschende haben die Chemie von kommerziell angebauten Cannabis-Blättern aus Südafrika unter die Lupe genommen – Material, das normalerweise im Müll landet – und festgestellt, dass die Pflanze lowkey ein riesiges medizinisches Potenzial besitzt.
Der wissenschaftliche Durchbruch
Analytische Chemiker haben etwas entdeckt, das bisher noch nie in dieser Pflanze dokumentiert wurde: eine seltene Gruppe natürlicher Verbindungen, die Flavoalkaloide. Sie gehören zur Familie der phenolischen Verbindungen, die Pflanzen unter anderem zur Abwehr und für ihre Pigmentierung nutzen. Während Flavonoide seit Längerem bekannt sind, sind Flavoalkaloide deutlich seltener und echt schwer zu identifizieren.
Dr. Magriet Muller und ihr Team nutzten High-Tech-Methoden, speziell zweidimensionale Flüssigkeitschromatographie kombiniert mit hochauflösender Massenspektrometrie. Dadurch konnten sie Verbindungen isolieren und bestimmen, die bisher von den häufigeren Inhaltsstoffen der Pflanze verdeckt wurden. Von den 79 gefundenen phenolischen Verbindungen in drei Sorten wurden 25 bisher noch nie in Cannabis nachgewiesen. Es ist echt ein krasser Durchbruch, no cap.
Warum das wichtig ist
Diese Entdeckung ist ein absoluter W für die zukünftige biomedizinische Forschung. Da diese Verbindungen potenziell antioxidative, entzündungshemmende und krebshemmende Eigenschaften haben, könnten die Blätter, die wir bisher weggeworfen haben, ein wahrer Goldschatz sein. Wie Professor André de Villiers es formulierte: Die Studie beweist, dass es noch so viel über die Nicht-Cannabinoid-Chemie der Pflanze zu lernen gibt. Es ist an der Zeit, diese Blätter nicht mehr als Müll zu behandeln und das große Ganze zu sehen.






