Die Marktlage
Bitcoin ist gerade extrem stark unterwegs und kletterte diesen Freitag auf 86.757 Dollar. Das ist ein Anstieg von 3 % innerhalb von 24 Stunden, pünktlich zum Start des "Uptober" – ein Monat, der für den Asset historisch gesehen immer für Main-Character-Energy sorgt. Trotz der Rallye liegen wir immer noch etwa 31 % unter dem Allzeithoch von vor einem Jahr, also keine voreiligen Schlüsse ziehen.
Warum der Kurs steigt
Der Narrative-Shift ist primär makrogetrieben. Die Kerninflation im August lag bei 3,0 % und damit unter den erwarteten 3,3 %. Das hat die Stimmung bezüglich der nächsten Zinsentscheidung der Federal Reserve massiv verändert. Die Märkte rechnen jetzt mit einer 74-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine Zinspause beim Meeting am 28. Oktober – ein krasser Umschwung im Vergleich zu letzter Woche.
Zusätzlich war der offizielle Arbeitsmarktbericht vom September eher schwach. Die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft stiegen nur um 29.000, was weit hinter der Prognose von 90.000 lag, und die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 4,2 %. Analysten deuten darauf hin, dass dieser abkühlende Arbeitsmarkt eigentlich riskante Assets wie Bitcoin unterstützt, solange die Inflation entspannt bleibt.
Institutionelles Interesse
Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen ordentliche Zuflüsse und kamen allein im September auf 2,65 Milliarden Dollar. Laut Tim Sun von HashKey sind diese Zuflüsse eher allokationsgetrieben als reine Liquiditätsjagd. Er merkt an, dass selbst große Player wie Morgan Stanley anfangen, BTC in die Kundenportfolios zu bringen. Das schreit förmlich nach institutioneller Adoption, no cap.
Es ist aber nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Trader behalten das Open Interest und die Hebel genau im Auge. Während einige den Markt für eine Fortsetzung des Trends gut abgesichert sehen, sind andere, wie UPay-CEO Owen Yang, skeptisch, dass der Einstieg institutioneller Anleger auf diesem Niveau das zukünftige Aufwärtspotenzial begrenzen könnte.
Warum das wichtig ist
Wir befinden uns derzeit in einem Tauziehen zwischen möglichen Zinserhöhungen der Fed und der Hoffnung des Marktes auf eine sanfte Landung. Historisch gesehen glänzt Bitcoin im vierten Quartal, aber ob der "Uptober" wirklich liefert, hängt komplett von den Makrodaten ab. Denkt dran: Das ist keine Finanzberatung – bleibt wachsam, achtet auf das Risiko und geht nicht blind rein, wenn ihr das Geld nicht verlieren könnt.






