Der Prozess gegen Beau Lamarre-Condon, den 31-Jährigen, der beschuldigt wird, Jesse Baird und Luke Davies ermordet zu haben, nahm am Mittwoch eine düstere Wendung. Die Staatsanwaltschaft legte der Jury in Sydney Beweise vor, die nahelegen, dass Lamarre-Condon das spezifische ländliche Grundstück, auf dem er die Körper der Opfer nach den Tötungen im Februar 2024 zu verstecken versuchte, bereits zuvor besucht hatte.
Der Hintergrund
Vor Gericht wurde bekannt, dass Lamarre-Condon 2023 bei Hinge ein Match mit dem 20-jährigen Michael Cella hatte. Die beiden trafen sich mehrmals, unter anderem bei einem Ausflug zu einer Hobby-Farm, die Cellas Familie in Bungonia gehört. Laut Cella übernachteten er und Lamarre-Condon im November 2023 auf dem Anwesen, wo der Polizist das Gelände für seine Instagram-Story filmte. Cella sagte aus, er sei später misstrauisch gegenüber Lamarre-Condons Verhalten bezüglich dessen Freundschaft mit Baird geworden, was dazu führte, dass Cella den Kontakt schließlich abbrach.
Die forensischen Beweise
Die Staatsanwaltschaft präsentierte der Jury außerdem eine 3D-Rekonstruktion des Hauses in Paddington, in dem die Morde stattgefunden haben sollen. Ein entscheidender Streitpunkt ist die Distanz, aus der die Opfer erschossen wurden. Während die Verteidigung behauptet, die Schüsse seien versehentliche Notwehrhandlungen gewesen, argumentiert die Anklage, die Gewalt sei gezielt ausgeübt worden.
Der Schusswaffenexperte der NSW-Polizei, Lucas Van Der Walt, sagte zum Thema „Stippling“ (Pulverschmauchspuren) aus, die an einer Schlafzimmertür gefunden wurden. Der Experte stellte fest, dass das Streumuster an der Tür, die angeblich mit Holzspachtel und einem Haken ausgebessert worden war, darauf hindeutet, dass die Waffe nur 10 bis 20 cm von Luke Davies entfernt abgefeuert wurde.
Warum das wichtig ist
Der Prozess ist highkey heftig, besonders da sich die Story so zuspitzt, dass ein scheinbar zufälliger Besuch auf einer Hobby-Farm nun mit der Beseitigung der Körper der Opfer in Verbindung gebracht wird. Da die Verteidigung die Vertuschung zwar zugibt, aber an der Notwehr-Version festhält, sind die Details zur Schussdistanz und der zeitliche Ablauf der Ereignisse aktuell das alles bestimmende Thema dieses Rechtsstreits.






