Das USMNT befindet sich in einer massiven Umbruchphase und Headcoach Mauricio Pochettino macht es deutlich: Der Prozess wird messi. Nach einem glatten Sieg gegen Peru gab es am Dienstag gegen Chile einen Reality-Check. Trotz eines wackeligen Starts und defensiver Lücken holten die Jungs einen 4:2-Sieg und bewiesen, dass sie die Main-Character-Energy haben, wenn es drauf ankommt.

Wachstumsschmerzen

Real talk: Die erste Halbzeit war ein ziemlicher Grind. Da sechs Spieler dieses Jahr ihr erstes Länderspiel bestritten, fehlte es an der nötigen Chemie. Chiles Pressing hat unser Mittelfeld auseinandergenommen und die Defensive wirkte völlig überfordert. Torwart Chris Brady und die Viererkette fanden anfangs überhaupt nicht ins Spiel, wodurch die Offensive komplett disconnected wirkte.

Hall und Berhalter glänzen

Julian Hall hat absolut abgeliefert. Der 18-Jährige war der Funke, den das Team brauchte – er zeigte krasse Ruhe am Ball und erzielte in seinem erst zweiten Einsatz sein zweites Tor. Währenddessen ist Sebastian Berhalter lowkey der MVP des Herbstes. Mit einem Tor und einem Assist gegen Chile – und vier Treffern in seinen letzten fünf Spielen – ist er das Herzstück des Kaders geworden. Selbst Pochettino feiert ihn und nennt seinen Einsatz für das Team unbezahlbar.

Auch Gio Reyna hat ordentlich gearbeitet: Er kam auf 60 Ballkontakte und legte fünf Chancen auf. In der Defensive wirkte Einwechselspieler Alex Freeman wie eine solide Verstärkung, was zeigt, dass dieser junge Kern riesiges Potenzial hat.

Warum das wichtig ist

Das war kein perfektes Spiel, aber ein entscheidender Stresstest für die Zukunft der Mannschaft. Indem Pochettino junge Talente mit erfahrenen Ankern mischt, testet er die Spieler für den langfristigen Neuaufbau. Für ein so junges Team ist ein Sieg, den man sich durch das Chaos erkämpft hat, ein massiver W für den langfristigen Zyklus.