Die Zeiten, in denen man direkt nach dem Schulabschluss automatisch ins Wohnheim gezogen ist, gehen lowkey zu Ende. Neue Daten der University of Gloucestershire zeigen, dass ein Drittel der Studierenden, die dieses Jahr ihr Studium beginnen, lieber zu Hause bleibt oder zum Campus pendelt, anstatt teure Studentenunterkünfte zu bezahlen. ## Die Rechnung muss aufgehen Real talk: Die Lebenshaltungskosten sind aktuell highkey brutal und die Studierenden reagieren entsprechend. Für viele ist das einfach finanzieller Common Sense. Ofelia Bines, eine Studentin für Kommunikation und Medien, die in ihrer Heimatstadt Gloucester geblieben ist, bringt es auf den Punkt: „Ich weiß, dass ich finanziell besser dastehe als viele Leute, die im Wohnheim leben.“ Sie betonte, dass es einfach keinen Sinn mache, extra Miete zu zahlen, wenn sie die volle Uni-Erfahrung haben könne, während sie gleichzeitig nah bei ihrer Familie und ihrem Hund sei. Es geht aber nicht nur ums Geld. Taylor Barker, die forensische Psychologie studiert, merkte an, dass das Pendeln weder ihr Sozialleben noch ihre Unabhängigkeit zerstört hat. Sie hat eine Community aus anderen Pendlern gefunden und für sie ist der Kompromiss es wert, um die Verbindung zu ihrer Familie stark zu halten. ## Der Kurswechsel der Uni Die Unis beginnen allmählich zu verstehen, was abgeht. Stewart Dove, Direktor für Student Experience an der University of Gloucestershire, sagte, es sei „traurig“, dass sich Studierende gezwungen fühlen, ihre Ausbildungswahl nach der Inflation auszurichten. Die Uni setzt deshalb verstärkt auf Flexibilität. Sie haben neue Einrichtungen für Pendler sowie „flexible Unterkünfte“ eingeführt, bei denen Studierende Zimmer für bis zu drei Nächte pro Woche buchen können, falls sie für ein paar Tage näher am Campus sein müssen. ## Warum das wichtig ist Wer auf einen massiven Berg an Studienkrediten blickt, für den ist das Wohnen daheim ein riesiger W für das zukünftige Nettovermögen. Indem Studierende sich die hohen Wohnkosten sparen, vermeiden sie unnötige Schulden. Das erlaubt es ihnen, einen Teilzeitjob besser zu balancieren und ihren Cashflow gesünder zu halten, noch bevor sie überhaupt auf den Arbeitsmarkt kommen.