Die aktuelle Lage

Real talk: Die Vibes auf dem britischen Arbeitsmarkt sind für junge Menschen gerade echt schwierig. Wir sehen einen massiven Einbruch bei den Ausbildungsstarts; die Zahl der unter 19-Jährigen, die eine Ausbildung beginnen, hat sich im letzten Jahrzehnt fast halbiert. Aktuell gehen nur etwa 20 % der Ausbildungsplätze an die Altersgruppe der 16- bis 18-Jährigen, und nur winzige 2 % derjenigen, die eine Ausbildung starten, waren vorher weder in Schule, Ausbildung noch in Beschäftigung (Neet).

Der Vorschlag

Alan Milburn, der eine Untersuchung zu dieser Jobkrise leitet, setzt sich für einen "nationalen Vorbereitungsweg für Ausbildungen" in England ein. Ziel ist es, eine Brücke für junge Menschen zu schlagen, denen vielleicht die nötigen Qualifikationen, die Arbeitserfahrung oder das Selbstvertrauen fehlen, um direkt in eine volle Ausbildung zu starten.

Inspiriert von Berufsbildungssystemen in Ländern wie Österreich, würde der Plan über Colleges der Weiterbildung umgesetzt. Es geht um eine Mischung aus Mathe- und Englischunterricht, technischer Ausbildung und echter Praxiserfahrung bei Arbeitgebern. Milburn merkte an, dass wir jungen Leuten zwar ständig sagen, sie sollen doch "einfach eine Ausbildung machen", es aber eine riesige Lücke zwischen Schulabgang und der Arbeitsbereitschaft gibt.

Der politische Kontext

Erwartet nicht, dass hier sofort etwas passiert. Die Regierung verzögert die Veröffentlichung von Milburns Bericht aktuell bis mindestens November, wahrscheinlich um die Haushaltsankündigung vom 28. Oktober nicht zu stören. Premierminister Andy Burnham hat versprochen, sich um die fast 1 Million jungen Menschen in der Neet-Kategorie zu kümmern, aber die Regierung agiert vorsichtig, um keine Sozialrebellion wie bei früheren politischen U-Turns zu riskieren. Währenddessen planen Minister umfassendere Sozialreformen, inklusive eines möglichen Austauschs bestimmter Behindertenleistungen durch Unterstützungspakete für den Arbeitsmarkt, da die öffentlichen Finanzen unter Druck stehen.

Warum das wichtig ist

Da die Jugendarbeitslosigkeit extrem steigt, versucht die Regierung verzweifelt, die technische Bildung neu aufzustellen. Wenn dieser Plan für die Ausbildungsvorbereitung wirklich kommt, könnte das ein massiver W für junge Menschen sein, die Schwierigkeiten haben, im Job Fuß zu fassen – aber aktuell heißt es erst mal abwarten, bis sich der Staub nach dem Budget gelegt hat.