Die Zahlen sind da

Die britische Wirtschaft ist im August um 0,1 % gewachsen. Auch wenn das nach wenig klingt, hat sie damit die Erwartungen der Experten übertroffen. Das folgt auf einen Anstieg von 0,4 % im Juli und hält den Aufwärtstrend am Leben.

In den drei Monaten bis Ende August verzeichnete die Wirtschaft ein Wachstum von 0,7 %. Liz McKeown, Direktorin für Wirtschaftsstatistik beim Office for National Statistics (ONS), bezeichnete die Performance als „robust“ und merkte an, dass vor allem der Bereich Computerprogrammierung für positive Vibes sorgt.

Sektor-Check

Unter der Oberfläche ist es ein gemischtes Bild. Der Produktionssektor – also Fertigung, Energieversorgung sowie Öl und Gas – gab der Wirtschaft im August einen nötigen Push. Der Dienstleistungssektor, der das riesige Herzstück der britischen Wirtschaft bildet, stagnierte jedoch. Der Bausektor musste sogar einen Rückgang hinnehmen – definitiv ein L für diesen Teil der Branche.

Warum das wichtig ist

Das ist das letzte Daten-Update, bevor Finanzminister John Healey Ende des Monats sein erstes Budget vorlegt. Real talk: Der Druck ist enorm. Während der IWF dem Vereinigten Königreich für seine Strategie zum Schuldenabbau und die Wachstumsaussichten im Vergleich zu anderen G7-Nationen gerade einen W gibt, balanciert Healey auf einem schmalen Grat. Er muss den Haushalt ausgleichen, ohne zu stark auf neue Kredite angewiesen zu sein. Wie er Beamten in Bangkok mitteilte, plant er, „auf dem Kurs zu bleiben“. Ob dieser Weg in Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen endet, ist die Frage, die alle bis zur Budget-Ankündigung in zwei Wochen in Atem hält.