Eine sicherere Bühne

Real Talk: Die toxische Kultur in der Kreativbranche steht endlich auf dem Prüfstand. Die Creative Industries Independent Standards Authority (CIISA) hat ein offizielles Whistleblower-Portal für Beschäftigte in den britischen Film-, TV-, Musik- und Theatersektoren gestartet, um Belästigung, Missbrauch und Diskriminierung anzuprangern.

Nach einem Soft-Launch im Juni ist das Portal nun offiziell vom Parlament anerkannt. Bis zum 1. Oktober hat das System bereits etwa 30 Meldungen verarbeitet, und die Zahlen steigen sicher schnell an. Das Ziel ist nicht nur, einzelne Personen zu überführen, sondern ein „klareres Bild“ von den Verhaltensmustern zu bekommen, die Sets und Bühnen schon viel zu lange belasten.

Warum das wichtig ist

Das ist ein massiver W für die Sicherheit. Jahrelang konnten sich Täter dank der Abhängigkeit von Freelance-Jobs und krassen Machtungleichgewichten in der Branche verstecken. Philippa Childs, Leiterin der Unterhaltungsgewerkschaft Bectu, merkte an, dass die Branche im Grunde ein Spielplatz für Mobber war – doch diese neue Plattform gibt den Beschäftigten einen geschützten, anonymen Weg, um Alarm zu schlagen.

Dieser Start kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt, besonders da sich das britische Justizsystem aktuell mit hochkarätigen Missbrauchsvorwürfen gegen Russell Brand befasst. Kulturministerin Lisa Nandy stellte klar, dass „Sicherheit am Arbeitsplatz nicht verhandelbar“ ist. Auch wenn sich das Portal aktuell darauf konzentriert, weit verbreitete Probleme zu erfassen, statt einzelne Fälle gerichtlich zu verfolgen, ist es ein großer Schritt, um sicherzustellen, dass die Menschen, die die Kunst am Laufen halten, nicht kaputtgehen. Es sorgt für Accountability, und ganz ehrlich? Es war verdammt nochmal Zeit.