Der Wandel ist real
Es ist offiziell: Das U.S. Militär hat seine Mission im Irak beendet. Nach dem Abzug von der Erbil Air Base – dem zentralen Hub der Combined Joint Task Force-Operation Inherent Resolve – wurden das letzte Personal und die Ausrüstung am 30. September abgezogen. Damit schließt sich ein Kapitel nach einer 12-jährigen Militärpräsenz, die 2014 begann, als der Irak um Unterstützung im Kampf gegen den IS bat.
Der Kommandeur des CENTCOM, Admiral Brad Cooper, betonte, dass die irakischen Sicherheitskräfte und die Peschmerga ihre eigene operative Unabhängigkeit massiv ausgebaut haben und nun bereit sind, Bedrohungen eigenständig abzuwehren. Cooper dankte den Tausenden von Einsatzkräften und Diplomaten und fügte hinzu: „Aufgrund eurer Entschlossenheit, eurer Opferbereitschaft und eurer Professionalität stellt der IS keine systemische Bedrohung mehr für die nationale Sicherheit des Irak dar.“
Eine neue Strategie
Versteht das nicht falsch: Die U.S.-Regierung packt nicht einfach zusammen und ghostet die Region. Während die Irak-Mission für die Koalition ein Erfolg ist, verlegt die Task Force ihr Hauptquartier lediglich nach Jordanien. Die Operationen gegen den IS laufen in Syrien weiter, und die US-Streitkräfte in der Region bleiben in Alarmbereitschaft, falls die Lage eskaliert.
Die aktuelle Stimmung im Irak
Um ehrlich zu sein: Das Timing ist heftig. Nach dem Abzug der USA muss Bagdad sich mit dem Problem der vom Iran unterstützten Milizen auseinandersetzen, die wenig Interesse daran haben, die Waffen niederzulegen. Die Reaktionen im Land sind gespalten: Iran-nahe Gruppen feiern den Abzug lowkey, während kurdische Funktionäre besorgt darüber sind, dass der amerikanische Luftschutz gegen Drohnen- und Raketenangriffe wegfällt.
Warum das wichtig ist
Dieser Abzug markiert einen massiven Wandel darin, wie die USA Sicherheit im Nahen Osten handhaben – weg von einer direkten Präsenz vor Ort im Irak hin zu einem distanzierteren, regionalen Ansatz. Ob der Irak den Frieden ohne die amerikanische Präsenz halten kann, ist die entscheidende Frage, besonders angesichts der wachsenden Spannungen durch interne Milizen.






