Das Ende einer Ära
True Brit Entertainment, der britische Filmverleih, hat offiziell Insolvenz angemeldet. Für alle, die bei juristischem Jargon nicht so tief im Thema stecken: Das ist das britische Pendant zum Chapter 11 Konkursverfahren. Die Nachricht kommt nicht einmal drei Jahre nach der Gründung des Unternehmens, das mit der Mission antrat, lokale britische Produktionen in den Fokus zu rücken.
Das Unternehmen wurde von Zygi Kamasa gegründet und hatte große Ambitionen: Geplant waren 4 bis 8 Titel pro Jahr und eine jährliche Co-Finanzierung von Projekten im Wert von 50 Millionen Dollar. Hinter dem Venture standen das Talent-Powerhouse Three Six Zero – die Manager von Ikonen wie Frank Ocean und FKA Twigs – sowie ein Minderheitsinvestment von Matthew Vaughns Marv.
Warum die Vibes off sind
Trotz jeder Menge Main-Character-Energie im Hintergrund hatte das Unternehmen Schwierigkeiten, die Leute in die Kinos zu kriegen. Zwar gab es einen Win mit der Danny-Dyer-Komödie Marching Powder, die über 4 Millionen Dollar einspielte, danach ging es aber bergab. Projekte wie Christmas Karma und das Boxdrama Giant floppten, und The Death of Robin Hood mit Hugh Jackman kam kaum auf 800.000 Dollar. Selbst die Bella-Ramsey-Komödie Sunny Dancer, die eigentlich ganz gut gehyped war, konnte das Ruder finanziell nicht mehr herumreißen.
„Angesichts der extrem herausfordernden Marktbedingungen hat das Unternehmen die schwierige Entscheidung getroffen, Insolvenz anzumelden“, so Kamasa in einem Statement. Ein unabhängiger Insolvenzverwalter prüft derzeit das weitere Vorgehen für die Firma und ihre Gläubiger. Es ist noch unklar, was aus kommenden Projekten wie dem Box-Biopic In the Shadows und dem Psychohorror Victorian Psycho wird.
Warum das wichtig ist
Das Aus von True Brit ist ein brutaler Realitätscheck für die britische Independent-Filmszene. Es ist ein echtes Warnsignal: Selbst mit Star-Besetzung und legitimen Backern ist der aktuelle Vertriebsmarkt gerade highkey brutal.






