Vom Michelin-Stern zum Meatfluencer
Tom Kerridge ist quasi der König der Food-Welt. Alles fing vor 20 Jahren im "The Hand and Flowers" in Marlow an, wo er als erster Pub überhaupt den zweiten Michelin-Stern abräumte. Mittlerweile hast du ihn wahrscheinlich schon als "Meatfluencer" auf Instagram und YouTube gesehen, wo er extrem guten Content liefert. Real talk: Der Typ ist ein absoluter Profi, dabei aber total bodenständig und absolut besessen von gutem Geschmack.
Die Realität der Gastro-Welt
Es läuft allerdings nicht alles glatt. Kerridge macht kein Geheimnis daraus, dass die Gastro-Branche gerade eine echt harte Zeit durchmacht. "Es gibt keine Hilfe, niemand kommt zur Rettung", sagt er und weist darauf hin, dass in Großbritannien jede Woche 21 Gastronomiebetriebe schließen müssen. Wegen steigender Energiekosten und teurer Personalkosten kämpfen viele Restaurants ums Überleben. Er setzt sich deshalb für Steuersenkungen (VAT-Cuts) ein, damit die Branche wieder Luft zum Atmen bekommt und Köche kreativ sein können, ohne Angst vor dem Bankrott haben zu müssen.
Der ultimative Wild-Hack
Trotz des ganzen Stresses in der Branche zaubert er immer noch Magie in der Küche. Er feiert gerade Wildfleisch extrem und findet, wir sollten aufhören, es nur als Herbst-Food zu sehen. Sein Geheimnis für ein krasses Chili? Hab keine Angst vor intensiven Röstaromen. Er empfiehlt, das Hackfleisch in der Pfanne so lange anzubraten, bis es richtig dunkel wird – weit über den Punkt hinaus, an dem man eigentlich aufhören würde. Das bringt extrem viel Tiefe und Farbe in den Topf.
Warum das wichtig ist
Kerridges Weg – von der Kindheit mit kleinem Budget in Gloucester bis an die Spitze der kulinarischen Welt – zeigt, dass man keine Luxuszutaten braucht, um etwas Geiles zu erschaffen. Seine Einblicke in die aktuelle Gastro-Krise verdeutlichen, wie krass der Druck auf lokale Betriebe gerade ist. Deshalb ist es wichtiger denn je, deine Lieblings-Spots zu supporten.





