Die Situation

Südafrikanische Behörden untersuchen derzeit den Fund einer Frauenleiche im Stadtteil Tembisa, nordöstlich von Johannesburg. Dies ist der zehnte derartige Todesfall in der Gegend in den letzten Monaten, und die Umstände sind zweifellos erschütternd. Die Leiche wurde am Samstagmorgen auf einem örtlichen Friedhof entdeckt und von einer Freundin identifiziert, die sie am Vorabend noch in einer Bar gesehen hatte.

Die Ermittlungen

Der Polizeikommissar von Gauteng, Tommy Mthombeni, erklärte, dass Beamte den Tatort auf Beweise hin untersuchen. Obwohl die Ermittlungen noch am Anfang stehen, merkte Mthombeni an, dass die Behörden die Möglichkeit eines Serienmörders nicht ausschließen können. Er verwies auf eine „ähnliche Opfer-Auswahl“ und den gleichen „Modus Operandi“ bei den kürzlichen Todesfällen in Ekurhuleni und einem Fall in Soweto.

Seit Juli tauchen Leichen unter ähnlichen Bedingungen auf, hauptsächlich konzentriert um Kempton Park. Drei Männer standen bereits im Zusammenhang mit einem dieser Fälle vor Gericht, und die Polizei arbeitet weiter daran, weitere potenzielle Verdächtige aufzuspüren.

Warum das wichtig ist

Die anhaltende Gewalt hat in ganz Südafrika einen massiven Aufschrei ausgelöst, da das Land ohnehin mit einer der weltweit höchsten Raten an geschlechtsspezifischer Gewalt zu kämpfen hat. Laut der South African Human Rights Commission wurden allein zwischen April und Juni 569 Frauen getötet, was die Regierung unter enormen Druck setzt. Es ist weniger als ein Jahr her, seit Beamte geschlechtsspezifische Gewalt zur nationalen Katastrophe erklärt haben. Die Stimmung im Land ist extrem belastet, während die Zahl der Todesopfer weiter steigt und die Gemeinden in Angst versetzt.