Die Situation der Lecks
Real talk: Die Stimmung rund um die Stanlow Ölraffinerie in Cheshire ist aktuell ziemlich im Eimer. Obwohl die Raffinerie etwa 18% des britischen Straßenkraftstoffs produziert, belegen aktuelle Berichte, dass die Anlage 2023 und 2024 dutzendfach giftige Stoffe wie Benzol, Zyanid und Schweröle in das Mersey-Ästuar und lokale Gewässer wie den Thornton Brook geleitet hat.
Dokumente, die investigativen Journalisten von SourceMaterial vorliegen, deuten darauf hin, dass die Raffinerie ihre zulässigen Verschmutzungsgrenzwerte hunderte Male überschritten hat. In einem krassen Fall stellte die Environment Agency (EA) fest, dass Schwefeldioxid in siebenfacher Menge des Erlaubten in die Luft ausgestoßen wurde, während die Zyanidwerte in den Gewässern das Achtfache des Limits erreichten. Das ist einfach nur ein Umwelt-Albtraum.
Warum das wichtig ist
Hier geht es nicht nur um technische Verstöße. Das Mersey-Ästuar ist ein geschütztes Gebiet, das Lebensraum für gefährdete Delfine und seltene Vogelarten wie den vom Aussterben bedrohten Alpenstrandläufer bietet. Als es im September 2024 zu einem Leck kam, bei dem über eine Tonne Öl austrat, mussten lokale Herzmuschel-Bänke für fünf Wochen gesperrt werden, während Behörden Sicherheitstests durchführten. Das hat das Einkommen der lokalen Fischer lowkey ruiniert, auch wenn sie diese Verluste letztlich ausgleichen konnten.
Das behördliche Drama
Es wird noch wilder. Während die EA ermittelt, hat eine andere Aufsichtsbehörde, Natural England (NE), ihre eigene Untersuchung zum Vorfall vom September 2024 eingestellt, mit der Begründung, dass die Genehmigung der Raffinerie keine klaren Grenzwerte für auslaufendes Öl festgelegt habe. James Wallace von der Charity-Organisation River Action nannte das ein absolutes L in Sachen Rechenschaftspflicht und merkte an, dass man sich fragen müsse, ob die Behörden überhaupt genug tun, um diese wiederholten Verstöße zu stoppen.
EET Fuels, der Betreiber der Anlage, gibt an, seine Verantwortung "extrem ernst" zu nehmen und behauptet, die historischen Verstöße gegen Genehmigungen würden nicht ihre aktuelle Unternehmensführung widerspiegeln. Unterdessen muss sich das Unternehmen nächsten Monat vor Gericht verantworten, um für frühere Verstöße gegen Umweltgesetze aus den Jahren 2018 bis 2020 verurteilt zu werden. Man kann safe sagen: Die Story bleibt spannend.






