Die Lage ist düster
Real Talk: Die Stimmung bei der St Paul's Community Pantry in Norton Lees, Sheffield, ist absolut im Keller. Tina Sampson-Smith, die das Projekt leitet, sagt, dass die Pantry in einer massiven Krise steckt. Sie haben aktuell mit einem krassen Rückgang der Spenden zu kämpfen, während immer mehr Menschen Unterstützung brauchen. Sampson-Smith redet nicht drumherum und nennt die Aussichten für die nächsten Monate "ziemlich düster".
Die nackten Zahlen
Die Rechnung geht vorne und hinten nicht mehr auf. An einem Mittwoch kamen kürzlich 204 Menschen an einem einzigen Vormittag zur Pantry. Zum Vergleich: Der Trussell Trust berichtet, dass in England im Jahr 2025 über 2,2 Millionen Lebensmittelpakete ausgegeben wurden – ein Anstieg von 56 % im Vergleich zu 2019.
Sampson-Smith merkte an, dass ihre Tiefkühltruhen meistens aus bleiben, weil einfach der Nachschub fehlt. In den Ferien wurden sogar Schulspeisungen angeboten, aber aktuell gibt es null Ressourcen, um das für die kommenden Halbjahresferien zu stemmen. Es ist ein Teufelskreis: Für jede Person, die dort reinkommt, steht eine ganze Familie dahinter, die den Druck am eigenen Leib spürt.
Warum das wichtig ist
Jenny Farrall-Bird, eine Gebietsleiterin beim Trussell Trust, erklärte, dass einkommensschwache Familien zu unmöglichen Entscheidungen gezwungen werden – etwa Mahlzeiten ausfallen zu lassen oder abzuwägen, ob sie ihre Kinder ernähren oder die Wohnung heizen sollen. Da Supermärkte weniger überschüssige Waren spenden können und die Inflation jedes Budget belastet, müssen Foodbanks immer öfter selbst zu Spendenaktionen greifen, nur um Waren zu kaufen, die sie früher umsonst bekommen haben. Neben der Lebensmittelversorgung fungiert die Pantry als wichtiger Knotenpunkt, um Menschen bei Fragen zu Lebenshaltungskosten zu helfen. Eine Schließung wäre ein herber Verlust für die lokale Community.






